Probleme im Industriegebiet? Erneute Diskussion um Löschwasserversorgung in Hesepe

Von Björn Dieckmann

Im Industrie- und Gewerbegebiet in Hesepe ist die Löschwasserversorgung nicht optimal, aber ausreichend. Foto: Björn DieckmannIm Industrie- und Gewerbegebiet in Hesepe ist die Löschwasserversorgung nicht optimal, aber ausreichend. Foto: Björn Dieckmann

Hesepe. Gäbe es in Hesepe bei einem größeren Brand im Industriegebiet zu wenig Löschwasser? Eine Diskussion, die immer wieder aufkommt. Nun erneut im Ortsrat.

Schon in der Sitzung Ende Januar 2018 hatte der Ortsrat um eine Stellungnahme der Stadtverwaltung gebeten „zum Problem, dass es im Industrie- und Gewerbegebiet östlich der B68 nicht genügend Druck auf den Löschpumpen gebe“, wie schriftlich festgehalten wurde. Die Kommunalpolitiker nahmen damit Bezug auf das schon seit Jahren immer wieder auch von Feuerwehrleuten benannte Problem, dass die Löschwassserversorgung alles andere als optimal sei.

Immer wieder diskutiert

„Das Problem ist bereits bekannt“, heißt es dazu einleitend in der Antwort der Stadtverwaltung – was nicht weiter erstaunt, wird über das Thema doch schon seit mehr als zehn Jahren immer mal wieder diskutiert. Das Problem ist: Das Hydrantennetz im Industriegebiet besteht nicht aus einer Ringleitung, sondern aus einer Verästelung. Der Hydrant bekommt deshalb nur von einer Seite Wasser, der Leitungsdruck ist niedrig. Ein Regenrückhaltebecken steht zwar ebenfalls zur Verfügung. Bei einem größeren Brand im Industrie- und Gewerbegebiet, beispielsweise bei dem mit Chemikalien arbeitenden Unternehmen Indulor, werde es große Schwierigkeiten geben, hieß es aus dem Ortsrat nun erneut.

Bürgermeister Heiner Pahlmann entgegnete hingegen, laut Information von Kreisbrandmeister Cornelis van de Water – hauptberuflich Mitarbeiter im Rathaus – reiche die Löschwasserversorgung aus. Dieser Ansicht ist auch Stadtbrandmeister Amin Schnieder, der auf Anfrage unserer Redaktion erklärt: Wenn es tatsächlich mal bei Indulor brennen sollte, dann ist nicht das Wasser unser Problem, sondern der Umgang mit gefährlichen Stoffen.“ Auch beim letzten größeren Feuer an der Industriestraße bei einer Autoverwertungsfirma im November 2015 „war eher die Schwierigkeit, dass wir nicht wussten, was in dem Betrieb gelagert wird.“

Die Löschwasserversorgung, das sagt auch Schnieder, sei allerdings dennoch „nicht optimal“. Deshalb sei es so geregelt, dass bei Bränden im Industriegebiet neben der Ortswehr Hesepe auch die Feuerwehren aus Alfhausen und Sögeln alarmiert würden. Letztere würde dann umgehend eine Versorgung aus dem Alfsee-Zuleiter aufbauen. Nach Schnieders Kenntnis könnten in den nächsten Jahren auch die Wasserleitungen selbst ausgetauscht werden, wovon dann auch die Feuerwehr profitieren würde. Das aber sei ein Vorhaben, „das nicht mal eben über‘s Wochenende zu erledigen ist. Da brauchen wir noch Geduld, und einfordern können wir es ohnehin nicht.“