Am Bahndamm Weiter Unmut wegen Schallschutzwand in Hesepe

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Die Schallschutzwand an der Straße „Am Bahndamm“ in Hesepe wirft Schall eher zurück, als ihn zu absorbieren. Das meinen Anwohner und Ortsrats-Mitglieder. Foto: Björn DieckmannDie Schallschutzwand an der Straße „Am Bahndamm“ in Hesepe wirft Schall eher zurück, als ihn zu absorbieren. Das meinen Anwohner und Ortsrats-Mitglieder. Foto: Björn Dieckmann

Hesepe. In Hesepe gibt es weiterhin Unmut wegen der Schallschutzwand zwischen der Straße „Am Bahndamm“ und dem Baugebiet Stapelberger Weg. Das wurde nun im Ortsrat deutlich.

Ortsrats-Mitglied Jürgen Droste (CDU) wies in der Sitzung am Montagabend darauf hin, dass es durch die 2017 errichtete Schallschutzwand nicht zu einer Lärmverstärkung kommen dürfe, sondern laut Bebauungsplan vielmehr Lärm absorbiert werden müsse. Anwohner würden aber immer wieder darauf hinweisen, dass es deutlich lauter geworden sei, insbesondere wenn Züge vorbeifahren. Der Schall werde von der Wand zurückgeworfen in Richtung der Häuser. Droste hatte deshalb bereits in der vergangenen Sitzung des Ortsrats darum gebeten, neue Messungen in der Straße „Am Bahndamm“ durchzuführen.

Enttäuscht nahm er nun die Antwort der Stadtverwaltung zu dem Thema zur Kenntnis. Diese führte schriftlich aus: „Herr Greife (Baudirektor der Stadt; die Red.) teilt mit, dass die Stadt keine Messungen vornehmen wird. Bei Aufstellung des Bebauungsplans ist eine schalltechnische Untersuchung vorgenommen worden. Die Schallschutzwälle/wände entsprechen den Vorgaben.“ Greife könne die Beschwerden der Anwohner „nicht einfach so abbügeln“, meinte Droste. Auch sein Fraktionskollege Michael Jeurink forderte, sich der Sache noch einmal anzunehmen. Es sei ja „auch möglich, dass die bauausführende Firma nicht sauber gearbeitet hat“ und dadurch die Berechnungen nicht mit der Realität übereinstimmten. Harald Wegner (SPD) warf ein, es komme auch vor, „dass falsch geplant wurde.“ Es sei „sehr unbefriedigend, wenn man dem Bürger sagen muss: Da wird nichts mehr unternommen“. Letzten Endes würde mancher Anwohner dann womöglich den Klageweg wählen.

Auch Barbara Pöppe (Bündnis 90/Die Grünen) meinte, dass es am Bahndamm lauter geworden ist als früher. „Das stelle auch ich fest, wenn ich da mit dem Rad lang fahre. Ich bin allerdings kein Messgerät.“ Dass eine Messung nichts bringen würde, stellte Bürgermeister Heiner Pahlmann klar: „Dabei gibt es viel zu viele Ungenauigkeiten. Schall wird deshalb heute nur noch berechnet. Alles andere ist bei Fachleuten überhaupt nicht anerkannt.“ Er selbst halte es „für ein subjektives Gefühl“, dass sich der Lärm verstärkt habe nach Errichtung der Schallschutzwand. „Ich glaube nicht, dass es da jetzt lauter ist“, meinte er. Pahlmann stellte aber in Aussicht, „dass wir trotzdem noch einmal mit einem Gutachter in Kontakt treten sollten.“


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