Quakenbrück zu stark für TuS Bramscher Basketballer einen Schritt zu langsam

Von Sascha Knapek

Gegen QTSV-Center Danielius Lavrinovicius (mit Ball) hatten Daniel Meyer, Marko Primorac, Marcel Kosiol, Milovan Radmanovic (verdeckt), Heiner Fährrolfes (von links) und die restlichen „Roten Teufel“ diverse Male das Nachsehen. Foto: Rolf KamperGegen QTSV-Center Danielius Lavrinovicius (mit Ball) hatten Daniel Meyer, Marko Primorac, Marcel Kosiol, Milovan Radmanovic (verdeckt), Heiner Fährrolfes (von links) und die restlichen „Roten Teufel“ diverse Male das Nachsehen. Foto: Rolf Kamper

Bramsche. In der 2. Regionalliga Nord/West wird es ein Endspiel um den Titel zwischen den Red Devils Bramsche und dem SC Langenhagen geben. Während der SCL gegen Logabirum gewann, setzte es für den TuS gegen den TSV Quakenbrück die zweite Saisonpleite und einen heftigen Dämpfer.

Wie schon im Hinspiel bot der QTSV auch diesmal Pro-B-Akteur Danielius Lavrinovicius auf. Der Litauer hat in dieser Saison genau zwei Spiele in der Regionalliga absolviert – beide gegen Bramsche. Ausgezahlt hat sich der Einsatz des beweglichen und schussstarken Centers erneut. Der 19-Jährige war von Beginn an Dreh- und Angelpunkt der Burgmannstädter.

Zu Beginn ausgeglichen

Lavrinovicius (26 Punkte, vier Dreier) war jedoch nicht der einzige Grund, warum Quakenbrück auch das zweite Aufeinandertreffen mit dem TuS verdient gewonnen hat. Die flinken Artländer waren durch die Bank weg oft einen Schritt schneller als die Hausherren. Und da bei den Red Devils vor allem die Distanzwürfe und zahlreiche Korbleger nicht ihr Ziel fanden, war die Partie über weite Strecken eine einseitige Angelegenheit.

Im ersten Viertel konnte Bramsche noch mithalten (15:16). Zu Beginn des zweiten führten die Gastgeber sogar zwischenzeitlich mit 21:18 (13.), da auch die jungen Quakenbrücker vor rund 900 Zuschauern Nerven zeigten. Was danach über knapp 20 viertelübergreifende Spielminuten folgte, hatte allerdings nicht mehr viel mit einem Duell auf Augenhöhe zu tun. Quakenbrück riss die Partie an sich, dominierte dank der Naturgewalt von Lavrinovicius und führte am Ende des dritten Viertels mit 58:37. Beim 40:16-Lauf der Gäste ließ der TuS in der Defensive die Aggressivität und in der Offensive eine klare Linie vermissen. Gerade von den vermeintlich einfachen Würfen fiel so gut wie nichts.

TuS-Fans feuern an

Im Abschlussviertel waren es dann die Red-Devils-Fans, die ihrer Mannschaft trotz des deutlichen Rückstands Hoffnung machten. Die Wesselkamp-Schützlinge wurden lautstark angefeuert – nicht selbstverständlich bei einem 20-Punkte-Rückstand und einer bis zu diesem Zeitpunkt maximal durchwachsenen Leistung.

Kapitän Bernd Fährrolfes und Co zeigten die von den Zuschauern erhoffte Reaktion. In der Verteidigung wurden zwei Schippen zugelegt und auch offensiv lief es besser. Als Quakenbrück dann allerdings – nach längerer Verschnaufpause – wieder Danielius Lavrinovicius ins Spiel brachte, stockte die Aufholjagd des TuS. Den Rückstand konnten die Gastgeber verkleinern (55:68, 37.), aber in Gefahr kamen die jungen Dragons nicht mehr.

Finale gegen Langenhagen

„In unserer Titel-Generalprobe mussten wir leider zum zweiten Mal in dieser Saison verdient den Kürzeren ziehen. Wie schon im Hinspiel verließ Quakenbrück das Spielfeld als verdienter Sieger. Zu viele kleine Fehler in der Offensive und Defensive haben schon im zweiten Viertel dazu geführt, dass der Derbysieg in weite Ferne gerückt ist“, sagte TuS-Trainer Dennis Wesselkamp nach der Partie. „Mit diesem Ergebnis kommt es jetzt zum Entscheidungsspiel gegen Langenhagen. Die Derbyniederlage werden wir jetzt schnell aus unseren Köpfen streichen, den Mund abwischen und uns auf das kommende Spiel konzentrieren.“

Für den TuS Bramsche spielten: Derick Pope 16 Punkte, Jan Philipp Seitz 12, Bernd Fährrolfes 9, Milovan Radmanovic 8, Daniel Meyer 6/2 Dreier, Romello Steffen 5, Marko Primorac 2, Marcel Kosiol 2, Heiner Fährrolfes, Max Grevemeyer.