Fotografien aus dem Venner Moor Neue Ausstellung im Café im Speicher in Engter

Von Holger Schulze

Fotografien vom Venner Moor von Joachim Kakau sind in der aktuellen Ausstellung im Café im Speicher in Engter noch bis zum 31. Mai 2018 zu sehen. Foto: Holger SchulzeFotografien vom Venner Moor von Joachim Kakau sind in der aktuellen Ausstellung im Café im Speicher in Engter noch bis zum 31. Mai 2018 zu sehen. Foto: Holger Schulze

Engter. Im Café im Speicher in Engter ist eine neue Ausstellung eröffnet worden.  „Venner Moor – Natürlich in schwarz-weiß“ zeigt 16 Fotografien von Joachim Kakau.

Seit seinem 16. Lebensjahr ist Joachim Kakau, von Beruf Professor in den Agrarwissenschaften an der Hochschule Osnabrück, mit der Analogkamera unterwegs. Bis heute hat sich daran nichts geändert. Sein Arbeitsmaterial im Übrigen sind Schwarz-Weiß-Filme und Kameraobjektive, die auf den Autofokus verzichten.

„Ich bin langsam und mache wenig“, beschreibt Kakau seinen bedachten Umgang mit den Motiven seiner Fotografien. Diese Entschleunigung des Analogpuristen setzt sich auch in den Arbeitsschritten nach den sorgsam gemachten Bildern fort. Im eigenen Labor lässt Joachim Kakau die Vergrößerungen in „Museumsqualität auf Baryt-Papier“ entstehen. Diese Abzüge auf dem Fotopapier ohne Kunststoffbeschichtung sollen 100 Jahre halten und den Arbeiten eine besondere Tiefe verleihen, berichtete Kakau bei der Vernissage seiner ersten Ausstellung überhaupt.

„Spannende Motive“

„Die Zwischentöne machen das Bild“, beschreibt er den künstlerischen roten Faden, der seine Motivauswahl leitet. Für das Moor hatte sich Kakau entschieden, „weil ich diese Motive spannend finde. Das Moor, wie es sich nach dem Torfabbau wieder entwickelt, aber auch das Abtorfen selbst sind außergewöhnliche Motive, die eben anders sind, als das Meiste im übrigen Naturraum. Beim aufgeschichteten Torf sieht man abstrakte Strukturen, die mich faszinieren. Die Arbeit im Labor ist zudem meditativ. Man muss zwei Minuten warten, bis der Abzug sich entwickelt. Das ist für mich Entspannung“.

Zu sehen sind bis 31. Mai 2018 Impressionen von der Torfnutzung beim Abbau und Bilder davon, „wie sich die Natur diesen Raum wieder zurückholt, wie Bruchwälder entstehen, wenn die Natur wieder durchflutet ist und in Ruhe gelassen wird“, beschreibt es Kakau.