Zeit für Wiedergutmachung Bramscher Basketballer empfangen Quakenbrück zum Derby

Von Sascha Knapek

Das Hinspiel haben Marcel Kosiol, Bernd Fährrolfes (rote Trikots, von links) und die Red Devils in keiner guten Erinnerung. Archivfoto: Rolf KamperDas Hinspiel haben Marcel Kosiol, Bernd Fährrolfes (rote Trikots, von links) und die Red Devils in keiner guten Erinnerung. Archivfoto: Rolf Kamper

Bramsche. Derby, Wiedergutmachung, Titelkampf: Für die Basketballer der Ademax Red Devils Bramsche steht beim vorletzten Heimauftritt der Saison einiges auf dem Spiel. Gegen den TSV Quakenbrück darf sich der TuS am Samstag, 7. April 2018, ab 19.15 Uhr jedoch auf lautstarke Zuschauerunterstützung freuen.

Die gute Nachricht zuerst: Egal, wie Bramsche gegen Quakenbrück spielt, die Meisterschaft können die Red Devils auch im Fall einer Niederlage noch aus eigener Kraft gewinnen. Gerade für das Selbstvertrauen der Gastgeber wäre ein Heimsieg gegen die Derbykonkurrenz aus Quakenbrück aber Gold wert.

TSV ist Favoritenschreck

Im Saisonverlauf hat sich der QTSV als wahrer Favoritenschreck entpuppt. Die Burgmannstädter stellten nicht nur den Schützlingen von TuS-Trainer Dennis Wesselkamp ein Bein, auch die Tabellenzweiten vom SC Langenhagen zogen in einem Aufeinandertreffen mit den Artländern den Kürzeren. Bei den Spielen, die der Tabellenvierte (9/7) bislang verlor, war man meist mehr als nur ersatzgeschwächt.

Gewarnt ist der TuS auf jeden Fall. Denn selbst wenn Quakenbrück nicht in Bestbesetzung anreisen sollte, hat der junge Kader eine so große Tiefe, dass ein Auswärtssieg in Bramsche gut möglich ist. Zu was der QTSV-Nachwuchs fähig ist, haben die Red Devils in der ersten Begegnung live miterlebt. Die deutliche 68:85-Pleite ist bis dato die einzige Saisonniederlage des Tabellenführers. Quakenbrück war den Gästen damals in fast allen Belangen überlegen und der Sieg vollkommen verdient.

Mit Blick auf das Hinspiel werden sich die Spitzenreiter einiges vorgenommen haben. Und bei den Gästen haben sowohl das NBBL-Team (Nachwuchs-Basketball-Bundesliga) als auch die Pro-B-Truppe (nach ihrem Playoff-Aus) spielfrei. Es darf also damit gerechnet werden, dass beide Mannschaften sich einen Kampf in Bestbesetzung liefern werden.

„Quakenbrück ist die einzige Mannschaft der Liga, mit der wir noch eine Rechnung offen haben“, erklärt Red-Devils-Headcoach Dennis Wesselkamp mit Blick auf die einzige Saisonniederlage des TuS. „Wir erwarten, dass die Artländer ziemlich sicher mit der gleichen Mannschaft auflaufen, die uns Ende November 2017 geschlagen hat.“

Alle „Teufel„ sind topfit

„Durch sehr gute und intensive Trainingseinheiten unter der Woche ist unser Team bereit fürs Derby. Alle unsere Spieler sind topfit, brennen auf ihren Einsatz im Derby und freuen sich riesig, die Aufgabe mit unserem sechsten Mann im Rücken in Angriff zu nehmen“, sagt Wesselkamp abschließend vor dem Lokalderby, für das es an der Abendkasse noch Tickets geben wird.

Bereits ab 18 Uhr trifft die Titelkonkurrenz vom SC Langenhagen vor heimischem Publikum auf Fortuna Logabirum. Sollte der SCL gegen den Aufsteiger patzen, und Bramsche gegen Quakenbrück gewinnen, sind die Red Devils vorzeitig Meister. Die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios ist allerdings eher gering.