Dr. Rottmann mit Bilanz und Ausblick Auf Kalkrieser Osterleuchten folgt „Götter, Glaube und Germanen“

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Kalkriese. Wenige Tage nach dem Osterleuchten haben die Veranstalter auf dem Varusschlachtgelände zufrieden Bilanz gezogen – und einen zuversichtlichen Blick voraus auf die in Kalkriese anstehende Sonderausstellung „Götter, Glaube und Germanen“ geworfen.

„Ich selbst bin jetzt seit rund zehn Jahren hier, aber das war das beste Feuerwerk, das ich hier bisher erlebt habe“, sagte der Geschäftsführer der Varusschlacht GmbH, Dr. Joseph Rottmann. Er sei vom Konzept und der Show der rheinländischen Fachfirma Weco „sehr angetan“ gewesen. Ebenso von den Möglichkeiten der Technikanlagen der Firma Welzel aus Lappenstuhl. Auch das Begleitprogramm des Osterleuchtens 2018, so Rottmann, habe er als „sehr stimmig“ empfunden. Besonders die von Schauspielern gestalteten Zeitinseln seien neben den Fachvorträgen und den Fackelführungen von den Besuchern gut angenommen worden. Erfreut habe er zudem registriert, dass die Feuerwerk-Gestalter von Weco „durchaus interessiert scheinen, dass das hier in Kalkriese für sie keine einmalige Angelegenheit gewesen ist “, erklärte Rottmann. Eine Basis für weitere Gespräche sei damit gegeben.

Die Resonanz von etwas mehr als 6000 Zuschauern am Ostersonntag auf dem Gelände bei Kalkriese und Niewedde sei trotz niedriger Temperaturen „durch das trockene Wetter begünstigt“ worden, stellte der Geschäftsführer fest. Rottmann dankte ausdrücklich den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hätten – darunter zum Beispiel Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Engter und Venne, des Funkerclubs Bramsche und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Insgesamt hätten rund 400 Personen bei der Organisation und Durchführung des Osterleuchtens engagiert angepackt. Das habe den Veranstaltungserfolg entscheidend möglich gemacht, so Rottmann.

Sonderausstellung „Götter, Glaube und Germanen“ ab dem 28. April

Die Verantwortlichen der Varusschlacht GmbH blicken nun auf den eigenen Auftritt auf der Landesgartenschau in Bad Iburg, aber auch auf die neue Ausstellung „Götter, Glaube und Germanen“ (ab 28. April) im Museum und Park in Kalkriese. Hierzu seien die Vorbereitungen bereits angelaufen. Und zwar in Kooperation mit dem Archäologischen Museum in Frankfurt und dem Dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen. „Herausragende archäologische Funde und aufsehenerregende archäologische Entdeckungen der letzten Jahre bilden den Mittelpunkt der neuen Sonderausstellung“, erläuterte der Geschäftsführer. Die Ausstellung werde zum bis 28. Oktober 2018 in Museum und Park Kalkriese gezeigt. Exponate aus dem Nationalmuseum in Kopenhagen und weiteren Häusern sollen einen umfassenden Überblick über die Erkenntnisse zum Glauben und der religiösen Praxis der Germanen in Norddeutschland und Dänemark im ersten Jahrtausend nach Christus ermöglichen, kündigte Rottmann an. Ein Programm aus Vorträgen, Führungen und Angeboten für Familien und Kinder werde die Ausstellung begleiten.

Ein Blick auf eine verkabelte Abschussvorrichtung für das Feuerwerk beim Osterleuchten 2018. Foto: Hermann Pentermann

Noch im April wird in Kalkriese auch die neue Grabungssaison beginnen. Interessierte Besucher aus allen Altersgruppen sollen die Möglichkeit bekommen, auf dem Varusschlachtgelände im Forschungssektor ganz nah an die Archäologen und deren Teams heranrücken zu können. Ein „Tag der offenen Grabung“ (am 15. April von 11 bis 15 Uhr) und die „Stippvisite auf der Grabung“ (25. April und 2. Mai, jeweils 13 Uhr) sollen dazu unter anderem beitragen, so Rottmann.


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