Mühsamer Kampf mit feuchten Tannen Lob für Feuerwehren aus Bramsche und Hesepe am Osterfeuer

Von Holger Schulze


Bramsche/Hesepe. Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Diese Weisheit aus dem Volksmund konnte bei zahlreichen Osterfeuern in der Tuchmacherstadt noch erweitert werden. Wo viel Feuer ist, da ist auch viel Rauch war bei der Brauchtumspflege der Freiwilligen Feuerwehren aus Bramsche-Mitte und Hesepe zu beobachten.

Geschätzt ein Drittel der ausrangierten Weihnachtsbäume aus der Bramscher Innenstadt hatten Jugendfeuerwehrwart Alexander Weniger und seine Truppe zum Jahresbeginn eingesammelt und neben Möbel Hardeck aufgeschichtet. Am frühen Samstagabend waren die rund 20 Kinder und Jugendliche sowie ebenso viele Aktive erneut im Einsatz, um das Osterfeuer in Gang zu bringen – und das Rahmenprogramm mit Bratwurst und Getränken sowie Stockbrot und Eiersuche für die Besucherkinder am Laufen zu halten. Die Sponsoren Sostmann und Justus hatten die erforderlichen Lebensmittel zur Verfügung gestellt. „Ohne die wäre die Veranstaltung in dieser Form nicht machbar“, zollte Alexander Weniger den spendablen Unterstützern seinen Dank.

„Bei mir ist es Tradition, hierherzukommen. Mir gefällt es gut, dass das die Jugend der Feuerwehr macht. Und es ist doch sozial, dass die Erlöse der Kasse der Jugendfeuerwehr zugute kommen“, schilderte Heinrich Balkenhol am Rande des prasselnden Geästs. „Und man trifft hier auch viele Bekannte wieder“.

Dies war fraglos in Hesepe ebenfalls der Fall. Dort hatte die Ortsfeuerwehr um Ortsbrandmeister Wilfried Sollmann sich der ehemaligen Weihnachtsbäume angenommen. In sicherer Entfernung zu den Verpflegungsständen und dem Partyzelt neben dem Familienzentrum war mit brennendem Stroh der zuvor ordnungsgemäß umgeschichtete Haufen in Brand gesteckt worden.

Wie in Bramsche tat sich auch in Hesepe das Geäst zunächst etwas schwer, schnell niederzubrennen. Die Feuchtigkeit in den Zweigen der ehemaligen Tannenbäume zögerte nach Schätzungen des Ortsbrandmeisters wohl noch bis weit nach Mitternacht das komplette Abbrennen hinaus, was für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr dann eine Extraschicht zur Folge hatte. Denn schließlich sollte das Grundstück wieder komplett geräumt und geharkt zurückgelassen werden.

Ein dickes Lob aus dem Publikum sei deshalb hier weitergereicht. „Wenn die Feuerwehr im Ort etwas veranstaltet, dann ist das immer sehr gut. Es sind tolle Leute, die haben es im Griff“, meinte Anja Wichmann, die sich mit einigen Freunden zum Osterfeuer mit guter Verpflegung getroffen hatte. „Es ist eine familienfreundliche Veranstaltung, top organisiert, die Preise sind in Ordnung, und das Osterfeuer lädt zum gemütlichen Beisammensein ein“, war sich die Besuchergruppe um Wichmann einig.