Stadt hofft noch auf Fördermittel Sanierung der DGA Achmer wird auf 2019 verschoben

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Die Dorfgemeinschaftsanlage in Achmer soll nach der neuen Planung der Stadt Bramsche erst ab 2019 saniert werden. Erst wird abgewartet, ob es Fördermittel gibt. Archiv-Foto: Björn DieckmannDie Dorfgemeinschaftsanlage in Achmer soll nach der neuen Planung der Stadt Bramsche erst ab 2019 saniert werden. Erst wird abgewartet, ob es Fördermittel gibt. Archiv-Foto: Björn Dieckmann

Achmer. Die Sanierung der Dorfgemeinschaftsanlage (DGA) Achmer wird um ein Jahr verschoben und somit erst 2019 angegangen. Der Grund: Die Stadt Bramsche muss auf einen Bescheid für Fördermittel noch warten.

Nach den bisherigen Planungen der Stadtverwaltung sollte die 1,3 Millionen Euro teure Sanierung der DGA Ende Juni 2018 beginnen und dann in mehreren Abschnitten durchgeführt werden. Die Ausschreibungsunterlagen seien „im Wesentlichen fertiggestellt“, teilt der Leitende Baudirektor Hartmut Greife mit. Außerdem laufe das Baugenehmigungsverfahren beim Landkreis Osnabrück. Dies sei nötig, „weil das Brandschutzkonzept der DGA aktualisiert wurde und dafür eine Genehmigung erforderlich ist“, so Greife weiter.

Aber: Der Start der Arbeiten an und in dem Gebäude wird dennoch verschoben, und das bis in das kommende (Haushalts-) Jahr. Greife erklärt dies so: Die Stadt habe im vergangenen Jahr beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL), Geschäftsstelle Osnabrück, eine finanzielle Zuwendung zur „Förderung der ländlichen Entwicklung“ beantragt. Nun aber habe das ArL mitgeteilt, dass dieser Zuschuss zum jetzigen Zeitpunkt nicht gewährt werden könne. „Hintergrund ist“, so teilt Greife mit, „dass durch die verzögerte Regierungsbildung in Berlin noch kein Bundeshaushalt für 2018 verabschiedet wurde und somit keine Bundesmittel zur Verfügung stehen, lediglich EU-Mittel und ein kleinerer Anteil an Landesmitteln.“

Im ArL-Bezirk liegen nach Greifes Worten über 70 Zuschussanträge vor, „weniger als zehn werden bedient werden können.“ Bramsche stehe auf Platz 27. Wenn es die nun noch fehlenden Bundesmittel gäbe, hätte dieses Ranking „normalerweise ausgereicht, in eine Förderung zu kommen“, betont Greife. Dies zeigt zunächst mal, dass wir mit unserem Antrag an das ArL richtig gelegen haben.“ Verwaltung und Politik seien in der Folge zu der Auffassung gelangt, „die Sanierungsmaßnahme jetzt nicht auszuschreiben, sondern abzuwarten, ob das Förderprogramm nach Verabschiedung des Bundeshaushaltes noch in diesem Jahr mit Bundesmitteln unterstützt wird oder ob sinnvollerweise das nächste Haushaltsjahr abgewartet werden soll“, erklärt Greife weiter.

Würde die Maßnahme hingegen zum jetzigen Zeitpunkt beauftragt, „wäre das zuschussschädlich“, wie Greife formuliert. Sprich: Die Aussicht auf Fördermittel ist hinfällig, wenn die Sanierung der DGA vor der Bewilligung beginnt. Greife unterstreicht deshalb: „Politik und Verwaltung hielten es für fahrlässig, auf eine mögliche Förderung zu verzichten. Somit wird die Maßnahme in das nächste Jahr verschoben.“

In welcher Höhe Fördermittel für das Sanierungsvorhaben gewährt werden könnten, teilt Greife nicht mit. Nach Informationen unserer Redaktion könnte es sich um eine Summe handeln, die deutlich im sechsstelligen Bereich liegt.

Thematisiert wird der neue Zeitplan zur Sanierung der Dorfgemeinschaftsanlage auch bei einer öffentlichen Sitzung des Ortsrats Achmer, die am Mittwoch, 4. April 2018, um 18 Uhr im Feuerwehrhaus am Richteweg beginnt.


Die Dorfgemeinschaftsanlage (DGA) in Achmer ist 1968 erbaut worden. Sie verfügt über eine Sport-/Mehrzweckhalle mit großem Bühnenbereich und entsprechenden Sanitärräumen, einen großen Saunabereich und einen Versammlungsraum mit angegliederter Küche sowie einen Aufenthaltsraum im Keller, in dem der Jugendtreff der Stadtjugendpflege untergebracht war. Dieser Raum ist nach Wasserschäden nicht mehr nutzbar.

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