Landkreis reagiert eher gelassen Starker Ostwind sorgte in Kalkriese offenbar für Eis-„Flug“

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Kalkriese. Der Landkreis Osnabrück will als Genehmigungsbehörde mit der Betreibergesellschaft der Windpark Kalkriese GmbH in Kontakt treten, ob nach einem Eiswurf-Zwischenfall an einem der Windräder „eventuell Warnschilder an der Gemeindestraße aufzustellen sind“.

Das hat der Pressesprecher der Kreisverwaltung, Burkhard Riepenhoff, auf Anfrage unserer Redaktion erklärt. Gemeint ist hier ein Abschnitt im Bereich Siemes Tannen am früheren Gestüt Sickendiek.

Hintergrund: Der Ortsbrandmeister der Kalkrieser Nachbargemeinde Vörden, Ralf Bürger, war Ende vergangener Woche zufällig Zeuge geworden, wie mehrere Eisteile sich offenbar von einem Windrad gelöst hatten und bei ungewöhnlich starkem Ostwind durch die Luft geweht wurden. Bürger hatte den Vorfall mit eigenen Kameraaufnahmen dokumentiert und Bilder der besagten Eisklumpen unter anderem unserer Redaktion zur Verfügung gestellt.

Landkreis-Sprecher Riepenhoff führte den Zwischenfall auf „eine eher untypische Wetterlage“ zurück - die heftigen Ostwind-Böen. Generell sei aber davon auszugehen, so Riepenhoff, „dass das Eis von den Anlagen abfällt und nicht umherfliegt“. Der Pressesprecher teilte zudem mit, dass bei der Kreisverwaltung „in den vergangenen Tagen keine Beschwerden über Eiswurf eingegangen“ seien. Weder aus dem Windpark Kalkriese noch aus den Sektoren Wittefeld und Ahrensfeld.

Riepenhoff unterstrich in seiner Stellungnahme gelassen, dass auch die neuen Bramscher Windräder entlang der L78 mit einer entsprechenden Standard-Sensorik ausgestattet seien, die eine Eisbildung selbständig erkenne und dann zügig die sich drehenden Rotorblätter ausschalte. Auch ein automatisches Wiederanlaufen der Räder sei in einer solchen Situation ausgeschlossen. Alle vorgeschriebenen Sicherheitsauflagen, so Riepenhoff sinngemäß, würden im Windpark Kalkriese eingehalten.

Der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, Ralf Finke, reagierte ebenfalls auf den Eiswurf-Zwischenfall. „Der Landkreis kann sich jederzeit bei uns melden und gerne mit uns sprechen. Wir haben nichts zu verbergen. Und wir haben schon vor längerer Zeit erste Warnschilder im Windpark Kalkriese aufgestellt“, sagte Finke gegenüber unserer Redaktion.


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