Passionsspiel 2018 Die Malgartener CJC und das „Licht der Welt“

Von Lina Kruse

Die prachtvollen Kostüme tragen zum Reiz des Passionsspiels bei. Foto: Lina KruseDie prachtvollen Kostüme tragen zum Reiz des Passionsspiels bei. Foto: Lina Kruse

lkru Malgarten. In Malgarten ist zur Zeit Einiges los. Ambitioniert probt die CJC (Communität junger Christen) Malgarten für das jährliche Passionsspiel, dass an den Ostertagen 2018 in Wallenhorst stattfinden soll. Auch das 29. Passionsspiel steht unter der Leitung von Pfarrer Anton Behrens.

Das Organisationsteam rund um Behrens hat sich auch in diesem Jahr vorgenommen, dem Spiel eine besondere Note zu verleihen. Unter dem Titel „Licht der Welt“ soll ein Einblick in die Dimensionen von „Gut und Böse“ gegeben werden. „Uns ist es wichtig, immer neue Elemente neben dem Altbekannten mit einzubinden.“, so die Organisatoren.

Ähnlich scheint es bei den Mitwirkenden zu sein. Immer wieder schafft der Pfarrer es, neue Mitwirkende mit ins Boot zu holen. Auch in diesem Jahr sind wieder rund 110 Schauspieler und bis zu 40 Helfer mit dabei.

Gemeinsam wird intensiv geübt. Das ganze Wochenende lang wird sich die Akteure im CJC-Heim mit den bisher ungeprobten Gruppenszenen auseinander und feilen intensiv an der schauspielerischen Leistung und dem reibungslosen Ablauf. Von Kindern über Großeltern bis hin zur ganzen Familie ist in dieser Gruppe alles dabei.

Da nicht immer alle es schaffen, sich Zeit für die Proben freizuschaufeln, schlüpft der eine oder andere vor Ort in die unterschiedlichsten Rollen.

Dabei sind die Regieanweisungen Behrens allgegenwärtig. Fast erbarmungslos erteilt er Ratschläge und bezieht alle mit ein. „Das muss weh tun, wenn ihr fallt“, kann von ihm beim Proben von Stuntszenen durchaus zu hören sein.

Akribische Arbeit

Gegenseitig geben sich die Darsteller Tipps und arbeiten akribisch an den schauspielerischen Feinheiten. Das zahlt sich aus. Obwohl die verschiedenen Gruppen zuvor jeweils nur einzeln geprobt haben, kommt an diesem Wochenende schon richtige Stimmung auf. Nicht nur das authentische Spiel trägt dazu bei, sondern auch die vielen eindrucksvollen Kostüme, die über die Jahre den Fundus ergänzt haben.

Über fehlendes Engagement ist in einer solchen Kulisse kaum zu klagen. „Ich denke, es ist neben all dem Spaß und Ärger, den wir hier erleben, vor allem die christliche Botschaft, die uns alle antreibt, das ganze auf die Beine zu stellen.“, sind sich Pfarrer Behrens und Jesus-Darsteller Andreas Siegner einig.

Die Schauspieler, die vor allem aus Bramsche, Wallenhorst und Umgebung kommen, werden an diesem Wochenende mit allerlei Kuchen gut verpflegt und gestärkt, bevor es dann demnächst in die Sporthalle nach Wallenhorst geht. Dort sollten dann auch alle Platzprobleme gelöst sein, die aktuell noch an den Nerven des ein oder anderen zerren.

„Mein Highlight ist das Finale bei den Aufführungen, da fällt dann alle Last von einem ab. Es ist schon manchmal mühselig, einen solchen Bienenschwarm zusammenzuhalten.“, so der Pfarrer. Doch eine lange Pause gibt es nicht, das Orga-Team des Passionsspiels trifft sich direkt am Montag nach der Vorführung wieder, um das kommende Jahr zu planen. Dann heißt es wieder, ein neues Konzept auf die Beine zu stellen und begeisterte Schauspieler und Helfer zu finden. Doch „Neuschauspieler“ Hannes Breuer ist zuversichtlich: „Wenn Anton ruft, erscheinen alle und sie bleiben auch.“.