Ausstellung eröffnet Bramscher Rot in Bildern und Fotografien

Von Andreas Wenk

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Statt Blumen überreichte Museumsleiterin Kerstin Schumann Schokohasen mit Glockenhalsband in Bramscher Rot. Fotos: Andreas WenkStatt Blumen überreichte Museumsleiterin Kerstin Schumann Schokohasen mit Glockenhalsband in Bramscher Rot. Fotos: Andreas Wenk

awen Bramsche. Volles Haus am Sonntag, 18. März 2018 im Tuchmachermuseum zur Ausstellungseröffnung „... und ein rotes Tuch.“ Im Mittelpunkt stehen dabei Fotografien und Bilder mehrerer Installationen an den Megalith-Großsteingräbern in Jeggen.

In dem Bisssendorfer Ortsteil hatte der Künstler Reinhard Dasenbrock Tücher im „Bramscher Rot“ aufgespannt. Fotografen und Maler hatte das Projekt zu Werken inspiriert, die jetzt im Tuchmachermuseum zu sehen sind. Parallel setzt Dasenbrock mit roten Segeln, roten Fischen oder dem Skulpturenpfad „Nagel und Faden“ künstlerische Akzente über die Stadt verteilt und lenkt damit zugleich die Aufmerksamkeit auf die Ausstellung.

Bereits die Vorbereitungen, so Bürgermeister Heiner Pahlmann, hatten Event-Charakter. Für großes Aufsehen und Presseecho habe die Aktion gesorgt, als die Freiwillige Feuerwehr das rote Kissen am Schornstein des Museums befestigt hatte. „Die Arbeiten haben es verdient, überregionale Beachtung zu finden“, so der Bürgermeister. Zugleich zeigte er sich erfreut über die große Resonanz zur Eröffnung.

Museumsleiterin Kerstin Schumann erinnerte daran, das Bramscher Rot sei als Farbe der Bänder für Kisseninlays entstanden. Daraus, so Pahlmann, habe sich inzwischen ein Prestige- und Markenprodukt der Stadt entwickelt. Zugleich wünschte er der Ausstellung, dass sie viele interessante Gespräche angesichts der Ambivalenz anregt. Rot als Farbe strahle zum einen Freude aus und stehe als „rotes Tuch“ für Provokation.

Schumann dankte allen Beteiligten für ihr Engagement. Die Installation der Inlays für „Nagel und Faden“ mit ihren 400 Nägeln beweise: „Kunst macht auch Arbeit.“

Stein und Stoff

Der Archäologe Bodo Zehm betonte die Bedeutung der Megalith-Kultur im Osnabrücker Land im Zusammenhang mit dem Europäischen Kulturerbe-Jahr 2018. Dasenbrocks Verdienst sei es, die Ästhetik der Grabmale durch die Antagonie zwischen Stein und Stoff herausgearbeitet zu haben.

Die Band Hüpoton hat die Ausstellungseröffnung musikalisch begleitet. Dazu gehören Daniel und Bianca Hüsing sowie Michael Posch (rechts).

Die Ausstellung ist noch bis Ende April zu sehen. Neben den Installationen von Reinhard Dasenbrock umfasst sie Arbeiten von Hubertus Wallenhorst, alias „August“ sowie den Fotografen Matthias Welp, Hermann Pentermann und Christa Schall.


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