Angebot des Freiwilligenforums „Reparaturstunde“ für Engeraner Grundschüler

Von Judith Perez

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jup Engter. Zum ersten Mal fand im Vorfeld der Reparaturstunde des Freiwilligen-Forums im Kirchspiel Engter ein Angebot für Kinder aus der Ganztagsbetreuung der Grundschule statt.

Der achtjährige Alexander kommt zwar nicht jeden Tag mit dem Fahrrad aus dem Neubaugebiet zur Schule, weil er noch seinen kleinen Bruder mitnehmen muss, der erst in die erste Klasse geht und noch nicht mit dem Fahrrad kommen darf, aber den gemeinsamen Fahrradcheck der „Kleinen Helferstunde“ wollte er auf jeden Fall mitmachen. „Aus der Schule hatte er einen Info-Zettel mitgebracht“, erzählt Mutter Franziska Thiesing. „Da wollte er unbedingt hingehen.“ „ Das Reparaturcafé besteht bereits seit knapp einem Jah r und findet alle zwei Monate statt“, freut sich Brigitte Brackmann vom Freiwilligen-Forum. „Aber das Angebot für Kinder aus der Ganztagesbetreuung der Grundschule ist neu. „Wir wollen dem Trend des Wegschmeißens entgegentreten“, so die Ehrenamtliche und ergänzt: „Kaputt gegangenes Spielzeug, Kuscheltiere oder aufgeplatzte Nähte von Kleidungsstücken werden repariert und nicht entsorgt.“ Acht weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer hatten sich bereit erklärt, bereits um 14.30 Uhr statt um 16 Uhr mit Werkzeugkoffer und Nähmaschinen ausgestattet, in die Schulmensa zu kommen, um mit den Kindern gemeinsam zu arbeiten.

„Eine sinnvolle Aufgabe“

„Alexanders Fahrrad ist soweit in Ordnung“, befindet Robert Wilker, der zusammen mit Werner Falk die Fahrradwerkstatt in der Pausenhalle betreut. „Allerdings braucht der Junge am Hinterrad einen zweiten Reflektor, wie es der TÜV-Check vorsieht“, so der Fachmann. Einen Raum weiter, in der Schulmensa, sitzt Christa Renzenbrink an einer Nähmaschine und repariert den in die Jahre gekommenen Teddybären von Alexander. „Die Seitennähte müssen wieder geschlossen werden. Mir macht das Arbeiten mit den Kindern großen Spaß“, strahlt sie. Man könne etwas weitergeben und habe eine sinnvolle Aufgabe. „Die Kinder sind so offen, haben mich gleich nach meinem Namen gefragt und sich selbst vorgestellt“, klingt sie angenehm überrascht. Die Idee zu der Aktion, bei der sich Jung und Alt näherkommen, hatten Brackmann und Schulbetreuerin im Ganztag, Christiane Katschinski. „Jetzt kommen erst einmal die Osterferien. Aber bei unserem nächsten Treffen im Mai, könnten wir uns eine Wiederholung durchaus vorstellen, so Brackmann.

Auch Alexander wünscht sich, dass es weitergeht. „Ich habe zuhause noch ein Kuscheltier, bei dem ein Auge fehlt. Das würde ich hier unbedingt auch gern reparieren.“


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