Genossen ziehen Bilanz Bramscher SPD will „mehr Menschen mitnehmen“

Von Holger Schulze

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Bramsche. Ein Grußwort des Bundestagsabgeordneten Rainer Spiering, von Bürgermeister Heiner Pahlmann und dem Kreistagsmitglied Werner Lager sowie Wahlen bestimmten die Jahreshauptversammlung der SPD Bramsche im Idingshof. Hinzu kamen erneut zwei Ehrungen für ehrenamtliches Engagement im Hintergrund.

„Eine spannende Zeit liegt hinter uns und eine noch spannendere Zeit vor uns“, so leitete Rainer Spiering das erste Grußwort des Nachmittags ein. Die Diskussion um die Große Koalition in Berlin habe ihm persönlich „wegen der Auseinandersetzung mit unseren vitalen jungen Leuten gut getan“.

„Mischt Euch ein. Wir haben so viele Probleme zu bewältigen“, forderte Spiering. Er nannte als Beispiele Digitalisierung, befristete Arbeitsverträge sowie die Migration. „Erneuerung heißt nichts anderes, als vital am Leben teilzunehmen. Nehmt zu jedem Thema, das Euch auf der Seele brennt Stellung,“ schloss Spiering seine Ausführungen.

Projektbezogen arbeiten

Nach Ansicht des Bramscher SPD-Vorsitzenden Ralf Bergander müsse „mehr projektbezogen gearbeitet werden, um mehr Menschen auf unseren Entscheidungswegen mitzunehmen“. Zwar sei die SPD in Bramsche unverändert stärkste politische Kraft, doch Ralf Bergander sah die Notwendigkeit „mit Euch daran zu arbeiten, dass wir noch mehr werden“. Was auch bedeuten würde, sich wieder mehr in den Vereinen und Verbänden aktiv zu zeigen.

Die Erfolge bei den Krippenplätzen und die Entwicklung der Gewerbegebiete stellten einen Schwerpunkt im Redebeitrag von Bürgermeister Heiner Pahlmann dar. Und Werner Lager erläuterte der Mitgliederversammlung die gegenwärtig gute Entwicklung des Kreishaushaltes. Er verwies auf den Ausbau der Breitbandnetze auf Landkreisebene und deutete vorsichtig Entlastungsmöglichkeiten für die Haushalte der Kommunen an, allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich hierzu finanzielle Spielräume auf Kreisebene eröffnen würden.

Vorstandswahlen

Beim Tagesordnungspunkt Wahlen wurden Ralf Bergander als Vorsitzender, Anne Christ-Schneider und Dirk Fisse als stellvertretende Vorsitzende und Jens Kerntopf als Schriftführer in ihren Ämtern bestätigt. Kassierer Heinz Kurschat, sein Stellvertreter Christian Lübbe sowie Günther Kruse-Joachim als Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit und Alexander Dohe als Stellvertreter erhielten ebenfalls das Vertrauen der 60 stimmberechtigten Mitglieder. Jürgen Kamp. Ute Johanns, Stephan Bergmann, Frank Kresin, Wilhelm Clausing, Maximilian Busch, Ralf Seeleib, Silke Schäfer und Roderich Nowak für die AG 60 plus werden in der aktuellen Wahlperiode die Interessen der Ortsteile als Beisitzer wahrnehmen.

Zwei Ehrungen

„Wenn sie sich was vorgenommen hat, dann geht sie auch los. Sie war von Anfang an bei Gründung der SPD-Senioren 60 plus dabei. Sie hat unzählige Wahlkampfstände mit Essen und Trinken versorgt und war dort mehr präsent als die Kandidaten“, so beschrieb Ralf Bergander Marianne Dierkes, als es um die im letzten Jahr eingeführten Ehrungen für das Ehrenamt ging. Hierbei sollen SPD Mitglieder ausgezeichnet werden, die über „viele Jahre im Hintergrund immens wichtige Arbeit im Stillen geleistet haben“, so Ralf Bergander.

Sie habe es 18 Jahre lang aus vollen Herzen gemacht und „es war ein superschöne Zeit“, dankte Marianne Dierkes ihrerseits für die Ehrung, müsse nun allerdings aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten.

Von Helga Lewandowsky erhielt Peter Ulrich Gerlach den gleichen Dank des Ortsvereinsvorstandes für seine über 50-jährige Mitgliedschaft in der SPD, für seinen Einsatz als Stadtbezirksvorsitzender in Achmer und als Delegierter für Parteitage und Delegiertenversammlungen. Auch Peter Ulrich Gerlach sei immer bei den Wahlen an den Infoständen zu finden gewesen und außerdem beim Aufhängen von Plakaten aktiv geworden, vervollständigte Helga Lewandowsky ihre Laudatio.

Einsatz für Senioren

Den Schlussbeitrag zur Jahreshauptversammlung setzte Roderich Nowak als Mitglied von Rat und Tat und des Stadtseniorenrates sowie als ehrenamtlich tätiger Sozial-Lotse . „Wir nehmen die Probleme der Senioren viel zu wenig zur Kenntnis und müssen in dieser Richtung einfach mehr tun, wenn es um Probleme in der Pflege, um die Grundsicherung, notwendige Vollmachten und um die Patientenverfügungen im Alter geht“, gab er der Mitgliederversammlung mit auf ihren Heimweg.


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