Mehr Beteiligung Bramscher Jugendparlament plant Online-Workshop

Jeremy Meyer (links) und Arne Wegner werben für die Teilnahme am Workshop im April.  Foto:StadtjugendpflegeJeremy Meyer (links) und Arne Wegner werben für die Teilnahme am Workshop im April. Foto:Stadtjugendpflege

Bramsche. Gemeinsam mit dem Landesjugendring Niedersachsen e.V. lädt das Bramscher Jugendparlament zu einem Workshop ein, in dem Ideen für eine Online-Plattform erarbeitet werden sollen. Diese soll genutzt werden, um digitale Beteiligungsprozesse in ganz Niedersachsen anzustoßen, zu unterstützen und zu strukturieren.

Der Workshop ist Teil des Projektes „we decide – Jugend mischt mit“, mit dem der Landesjugendring Niedersachsen e.V. neue Wege der Jugendbeteiligung gehen will. Der Landesjugendring vertritt die Überzeugung, dass junge Menschen die besten Expertinnen und Experten ihrer eigenen Angelegenheiten sind und es daher konsequent und richtig wäre, sie an allen Entscheidungen, die sie direkt oder indirekt betreffen, zu beteiligen. Leider aber, so der Landesjugendring, sei eine solche Kultur der Jugendbeteiligung heute noch keine gelebte Praxis.

Das Projekt „we decide“ setzt genau hier an: In einem partizipativen Prozess wird eine gemeinsame Online-Plattform entwickelt, die einfache und niedrigschwellige Beteiligungsmethoden zur Verfügung stellt. So sollen Jugendliche in die Lage versetzt werden, ihre Wünsche, Forderungen und Visionen an die Politik zu formulieren und auch eine entsprechende Antwort zu bekommen.

Das Bramscher Jugendparlament hat sich, unterstützt von der Stadtjugendpflege, als Ausrichter eines der Workshops beworben, in denen die Anforderungen und Rahmenbedingungen für die Beteiligungsplattform erarbeitet werden.

Treffen im Rathaus

Der Workshop findet am Samstag, den 14. April von 10 bis 16 Uhr im Bramscher Rathaus statt. „Wir hoffen, dass wir möglichst viele junge Leute aus Bramsche zum Mitmachen motivieren können“, betonen die JuPa-Mitglieder Jeremy Meyer und Arne Wegner. Außerdem seien aber auch alle anderen Jugendparlamente und Jugendforen der benachbarten Kommunen eingeladen.

„Anmelden können sich alle, die Lust haben, sich für ihre eigenen Wünsche und Ideen einzusetzen und sich für politische Prozesse interessieren“, erklärt Arne Wegner. Die Teilnahme zugesagt haben schon die meisten JuPa-Angehörigen und auch viele Mitglieder des vorherigen Jugendparlaments. Anmeldungen sind per E-Mail ( stadtjugendpflege@bramsche.de) unter Angabe des Vor- und Nachnamens, des Alters und eventueller Lebensmittelunverträglichkeiten möglich. Weitere Informationen können telefonisch (05461 / 4776) erfragt werden.

Digitaler Austausch

Sich auf digitalen Wegen auszutauschen und auch Meinungen abzufragen sowie Wünsche und Forderungen zu formulieren, das ist laut Jeremy Meyer und Arne Wegner für Jugendliche völlig normal. So seien die weiterführenden Schulen in Bramsche größtenteils über den Schulserver „IServ“ miteinander vernetzt. „Außerdem sind wir mit dem Jugendparlament gerade dabei, ein paar Online-Umfragen vorzubereiten, die über IServ laufen sollen“, verrät Wegner und macht so deutlich, mit welcher Selbstverständlichkeit seine Generation der „digital natives“ die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzt.