Karin Bormann stellt aus „Wörtlich genommen“ im Bramscher Krankenhaus

Von Judith Perez


jup Bramsche. „Wörtlich genommen“, heißt die neue Ausstellung von Karin Bormann in den Niels-Stensen-Kliniken. Die Bramscher Künstlerin zeigt darin 52 ihrer insgesamt 370 kleinformatigen Zeichnungen der Serie „wörtlich genommen“, die sie mit Feder und Farbstiften gezeichnet hat.

Sie liebe die Sprache mit ihren hintergründigen Begriffen, Redewendungen und Wortspielen, sagte Bormann. Seit 2010 verfolge sie bereits die Idee, diese Begriffe in Bilder umzuwandeln.

Der penibel aussehende „Erbsenzähler“ hat eine große Schüssel Erbsen vor sich und nimmt jede einzelne in die Hand, um sie zu zählen. Das Bild „Abführmittel“ zeigt blaue Handschellen und Schlüssel. Das Lieblingsbild der Künstlerin, „Spätlese“ zeigt einen Herrn, der bei Mondschein im Bett liegend, noch spät ein Buch liest.

„Ich möchte gern noch die 400 Werke dieser Serie vollkriegen“, sagt sie während der Ausstellungseröffnung, zu der viele Freunde und Bekannte erschienen waren. „Aber, es wird immer schwieriger, Begriffe zu finden, bei denen mir sofort ein Bild vor den Augen erscheint.“ Denn darauf komme es an, so die Vorsitzende des Bramscher Kunstvereins und ehemalige Lehrerin.

Die Ausstellung ist noch bis zum 13. Mai in den Niels-Stensen-Kliniken Bramsche zu sehen.