Kritik an Rodungsarbeiten Bramsche: Unruhe nach Kahlschlag an der Bundesstraße

Von Heiner Beinke


Bramsche. Massive Baumrodungen entlang der Bundesstraße 218 in Engter und Schleptrup sorgen für Unruhe und Ärger sowohl in der Politik als auch in der Bevölkerung. Nach Angaben der zuständigen Straßenverkehrsbehörde mussten Bäume fallen, um die Trasse von Windschutzzäunen freizuhalten.

Die CDU-Ratsfrau Katrin von Dreele hat sich im Bramscher Stadtrat erkundigt, was es mit der „erheblichen Abholzung im Bereich der B218“ auf sich hat. Auch in der BN-Redaktion haben sich besorgte Leser gemeldet. Tatsächlich gehen die Arbeiten weit über das Maß eines normalen Rückschnitts hinaus. An der Böschung der Autobahnanschlusstelle Bramsche wurden nahezu alle Bäume gefällt, ähnlich sieht es auch im Bereich der Auffahrt zur B218 in Engter aus.

Irritiert über das Ausmaß zeigte sich in Scheptrup auch Bramsches Leitender Baudirektor Hartmut Greife. Allerdings ist die Stadt für diese Arbeiten nicht zuständig: Verantwortlich für die Instandhaltung und Wartung an der Bundesstraße ist die Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Osnabrück.

Deren Leiter Cord Lüesse erklärte, die Trasse des Wildschutzzaunes habe auf einer Breite von zwei Metern komplett vom Bewuchs befreit werden müssen, „ansonsten verliert der Wildschutzzaun seine Funktionalität und kann auch nicht mehr gewartet und überprüft werden.“ Die gleichen Arbeiten seien an Böschungsköpfen und im Bereich von Straßenseitengräben erfolgt. Ansonsten seien die Gehölze „auf den Stock gesetzt“ worden.

„Ziel dieser Gehölzpflegemaßnahmen ist eine Verjüngung der Gehölze, um diese dauerhaft vital zu erhalten. Dabei legen wir Wert auf eine Reduzierung solitär stehender Einzelgehölze zugunsten eines dichten, strauchartigen Böschungsbewuchses. Da die Gehölze nur auf den Stock gesetzt wurden, treiben sie jetzt im Frühjahr auch schnell wieder aus,“ teilte Lüesse auf unsere Anfrage mit..