NOZ-Serie gesund leben Bramscher Arzt begeistert für Akupunktur

Von Hans Schmutte

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Bramsche. In der NOZ-Serie „Gesund leben“ referierte Prof. Dr. Günter Gunia auf Einladung der Bramscher Nachrichten im Hotel Idingshof zu dem Thema „Wie Sie Akupunktur selbst anwenden können“.Akupunktur ist nicht nur kinderleicht, wie Gunia mit Unterstützung seiner eigenen Kinder bewies, er berichtete auch von erstaunlichen Behandlungserfolgen.

Bei der Wirkung handele es sich nicht um eine Glaubensfrage, sie sei wissenschaftlich eindeutig erwiesen, betonte der Referent. Akupunktur ist eins von fünf großen Gebieten der traditionell chinesischen Medizin (TCM), zu denen Qi Gong, Ernährungslehre, Kräuterheilkunde und Tuina-Massage gehören. Anders als in der Schulmedizin würden bei der TCM die Ursachen und nicht die Symptome einer Erkrankung behandelt. Es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt.

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Eingriff in „Software“ des Körpers

Durch Akupunktur werde quasi in die „Software“ unseres Körpers eingegriffen, veranschaulichte der Professor die Wirkung. Auf den Meridianen, den Leitlinien der Lebensenergie und Verbindungen der Organe, liegen die Akupunkturpunkte über den Körper verteilt. Vor der Behandlung steht allerdings die Puls-, Zungen- und Ohrdiagnostik. Durch sie könnten Erkrankungen des gesamten Körpers erkannt werden.

Exemplarisch stellte Gunia den Akupunkturtunkt „Dickdarm 4“ vor. Er liege zwischen Daumen und Zeigefinger. Eine Nadel an dieser Stelle gesetzt beeinflusse nicht nur das vegetative Nervensystem, sondern sei auch bei Beschwerden wie zum Beispiel Schwellungen, Kopf- und Zahnschmerzen oder Tinitus hilfreich.

Amüsierte Zuhörer

Mit großem Interesse und amüsiert nahmen die zahlreichen Zuhörer zur Kenntnis, dass es einen Akupunkturpunkt gegen „unstillbaren Redefluss“ gibt. Es ist „Magen 36“ und befindet sich vor dem Schienbein.

Wie einfach, ungefährlich und in den meisten Fällen auch schmerzlos die Akupunktur sei, demonstrierten die Söhne des Referenten. Der 13-jährige Mika setzte seinem 17-jährigen Bruder Max einige Akupunkturnadeln, eine auch zwischen die Augen, in Höhe der Nasenwurzel. Hier so Max, setze er sich abends häufig selber ein Nadel, um danach tief und traumlos schlafen zu können.

Nadeln als Geschenk

Ja, Akupunktur könne von jedermann selber angewendet werden, betonte Gunia. Allerdings seien Kenntnisse erforderlich, die in dem Vortrag aus Zeitgründen nur ansatzweise vermittelt werden könnten. Fünf Akupunkturnadeln bekam jeder Zuhörer geschenkt, um das Gehörte an sich testen zu können.

„Ich möchte Sie mit meinem Vortrag für diese Behandlungsmethode begeistern“, meinte Günter Gunia abschließend. Werbung in eigener Sache wolle er nicht machen, da seine Praxis auf Monate ausgebucht sei.


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