TuS gewinnt 26:24 Bramscher Handballer machen es gegen Wilhelmshaven spannend

Von Andreas Schüßler

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Bramsches Routinier Marc Clausing (mit Ball) beim Versuch, die gute stehende Gästeabwehr zu überwinden. Foto: Rolf KamperBramsches Routinier Marc Clausing (mit Ball) beim Versuch, die gute stehende Gästeabwehr zu überwinden. Foto: Rolf Kamper

Bramsche. Dank eines hart erkämpften 26:24-Heimsieges gegen die HSG Wilhelmshaven bleiben die Handballer des TuS Bramsche punktgleich mit den Landesliga-Spitzenreitern des TV Dinklage.

Die Ausgangslage für die Bramscher Gastgeber schien optimal, nachdem die Verfolger von der HSG Osnabrück am Vorabend mit einem Tor Unterschied beim TV 01 Bohmte verloren hatten. Doch nach dem Gegentreffer im ersten Angriff der Wilhelmshavener kamen die Hasestädter mehrmals nicht an der robusten Abwehr der Gäste vorbei.

So dauerte es gute fünf Minuten, bis das TuS-Team durch einen parierten Strafwurf ihres Schlussmanns Kai Golchert im Spiel ankam. Beide Mannschaften boten in der Folge ein spielerisch ordentliches Niveau, doch die Defensive der Gäste wirkte weiterhin etwas souveräner als die der Hausherren. Entsprechend konnten diese den anfänglichen 1:4-Rückstand zwar etwas aufholen, aber nicht ausgleichen.

Umkämpfte Partie

Kurz vor der Pause erhöhte Wilhelmshaven dann durch zweimaliges Freispielen eines Akteures am Kreis von 11:10 auf 13:10. Nach der Halbzeit egalisierte Bramsche diesen Rückstand dann innerhalb von knapp sechs Minuten. Der verwandelte Strafwurf von Alexander Brockmeyer zum 14:14 glich den Spielstand zum ersten Mal seit dem Anpfiff aus.

Danach blieb das Spiel bis zum Ende eng umkämpft, da sich keine der beiden Mannschaften mit mehr als einem Treffer absetzen konnte. Dadurch nahm die Spannung mit verrinnender Spielzeit immer weiter zu.

Die HSG setzte in dieser Phase wiederholt auf das taktische Mittel, in der Offensive einen siebten Feldspieler für den Torwart aufs Feld zu bringen. Während eines Angriffs der Gäste konnte Spielertrainer Christoph Müller, der nach einer abgelaufenen Zeitstrafe wieder aufs Feld durfte, den Gegenspieler überraschen und den Ball erobern. Diesen leitete er auf Brockmeyer weiter, der aus der eigenen Hälfte ins leere Gästetor zum 23:22 traf.

Stark agierte auch Bramsches Julian Göcke, der die körperlichen Zweikämpfe nie scheute, als souveräner Siebenmeterschütze die Nerven behielt und gute zwei Minuten vor dem Ende zum 25:24 traf.

„Hauptsache zwei Punkte“

Kurz vor dem Schlusspfiff wurde es dann noch einmal dramatisch, als der HSG-Keeper einen Abschlussversuch der Hausherren parierte, aber sein Team im folgenden Gegenzug den Ballbesitz wieder an den TuS verlor.

Dieser wollte nun die verbleibende Auszeit als taktisches Mittel nutzen, doch unterband man damit einen eigenen Treffer (bei bereits angezeigtem Zeitspiel). Nach der Auszeit blieben den Bramschern noch genau drei Ballkontakte. Beim letzten erlaubten Pass landete der Ball bei Brockmeyer, der diesen zum entscheidenden 26:24 in die Maschen versenkte.

Nach dem Abpfiff resümierte Müller selbstkritisch: „Meine Trefferquote war heute nicht gut, aber Hauptsache wir haben die zwei Punkte geholt. In der ersten Halbzeit fehlten noch etwas Feuer und Leidenschaft bei uns, aber mit dem zweiten Durchgang können wir zufrieden sein. Mein Lob gilt der gesamten Mannschaft. Jetzt freuen wir uns auf das Spitzenspiel gegen die HSG Osnabrück.“ Für dieses hofft Müller auf den Einsatz von Joshua Friese und Julian Göcke, die sich gegen Wilhelmshaven Verletzungen zuzogen.

Für den TuS spielten: Alexander Brockmeyer 9 Tore, Julian Göcke 4, Linus Kruse 4, Marc Clausing 3, Kai Gellermann 3, Marcel Golchert 2, Joshua Friese 1, Marko Klein Helmkamp, Jonas Landwehr, Lars Meyer, Christoph Müller sowie Kai Golchert (TW).


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