Versammlung des SV Hesepe/Sögeln Sorgen um die Zukunft des Heseper Fußballs

Von Holger Schulze

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Die Abmeldung der Ersten Herren vom Spielbetrieb ist bei der Jahreshauptversammlung des SV Hesepe/Sögeln von Mitgliedern bedauert worden. Symbolfoto: Stefan Sauer/dpaDie Abmeldung der Ersten Herren vom Spielbetrieb ist bei der Jahreshauptversammlung des SV Hesepe/Sögeln von Mitgliedern bedauert worden. Symbolfoto: Stefan Sauer/dpa

Hesepe. Die kürzlich erfolgte Abmeldung der Erste Herren-Fußballmannschaft hat eine emotionale Diskussion bei der Jahreshauptversammlung des SV Hesepe/Sögeln nach sich gezogen.

Von einem „in jeder Hinsicht betrübliches Ereignis“ sprach der Vorsitzende Jürgen Kühlers mit Blick auf die aus Sicht des Vorstands notwendige Abmeldung der Mannschaft vom Spielbetrieb in der 2. Kreisklasse: Gravierende Unsportlichkeiten von Spielern des SV gegenüber einem Schiedsrichter während eines Hallenturniers in Engter konfrontierten den Verein im Nachspiel mit zwei Sportgerichtsverfahren samt Geldstrafe und führten schließlich zur Abmeldung. Dieser Fakt sollte der Jahreshauptversammlung noch zu einer emotionalen Diskussion führen.

Es war Horst Timmermann, der harte Worte fand. Auch wurde der Vorstand aus der Mitgliederversammlung heraus aufgefordert, konkrete Zielvorstellungen für die Zukunft des Herrenfußballs im Verein zu entwickeln. Hier bat Jürgen Kühlers um Verständnis, dass man derart kurzfristig nach der noch sehr frischen Thematik noch nicht dazu in der Lage ist. Dass der Vorstand bis zum Sommer überlegen werde, was in der nächsten Saison zu machen ist, versicherte Kühlers den Mitgliedern.

Vorwurf der Planlosigkeit

Thomas Derks gab den Vorwurf der Planlosigkeit zunächst mit zwei Eingangsfragen zurück. „Warum muss die Fußballabteilung von zwei Personen geleitet werden? Warum können Jugendmannschaften nicht gemeldet werden, weil Betreuer fehlen, bei über 600 Mitgliedern? Wenn es mehr Helfer gäbe, könnten wir viel mehr machen. Wenn wir über Pläne reden wollen, dann bitte mit mehr Leuten, die hier am Tisch sitzen. Wir vom Vorstand sind aus dem Alltagsgeschäft so überlastet, dass eben etliches liegen bleibt.“

Für weiteren Gesprächsbedarf sorgte die Anfrage des Tennisclubs Hesepe/Sögeln, als Abteilung in den SV aufgenommen zu werden. Siegfried Kornacki erläuterte für den TC zunächst die Gründe des Fusionsvorhabens. Durch Abwerbungen guter Spieler und auch Jugendlicher sei der TC ausgeblutet. Doch habe der Tennisclub immer noch schönen Sport zu bieten, vor allem als Freizeitsport für ältere Leute, wurde eines der Pfunde benannt, die der TC mitbringen würde. Ebenso ein bis auf 3000 Euro Restschuld finanziertes Vereinsheim und die gesamte Anlage.

Tennissparte neu gegründet

Thomas Derks vom Sportverein votierte für den gesamten Vorstand ebenfalls für die Erweiterung des SV um eine Tennisabteilung. „Als Heseper muss man versuchen, den Tennissport in Hesepe zu halten. 3000 Euro Minus würden vom TC in den SV mitgebracht. Das ist für den SV keine Summe, über die wir ernsthaft lange nachdenken sollten. Die Aufnahme der Tennissparte würde uns zusätzlich 500 bis 1000 Euro jährlich kosten. Auch diese Größenordnung wäre noch erträglich. Wir befürworten die Aufnahme einhellig.“ Nach ein paar ergänzenden Fragen stand der Beschluss der Mitgliederversammlung fest, den SV Hesepe/Sögeln um eine neue Tennisabteilung zu erweitern. Am 19. August 2018 wird es dann mit der neuen Tennisabteilung einen Tag des Sports in Hesepe geben.

Die bei der Jahreshauptversammlung des SV Hesepe/Sögeln für langjährige Mitgliedschaft Geehrten mit Gratulanten; links Ernst-August Brell, der dem Verein seit 70 Jahren angehört. Foto: Holger Schulze

Zum Schluss ehrte der Vorsitzende Jürgen Kühlers langjährige Mitglieder: Gabriele Knölker, Gisela Dallmann, Sabine Mausolf, Andrea Becker, Horst Wieting, Nina Müller und Matthias Fänger sind 25 Jahre Mitglied in SV Hesepe/Sögeln. 50-jährige Vereinstreue haben Reinhard Grade, Rainer Columbus, Norbert Strothmann, Jürgen Rohmann und Christel Biernot bewiesen. Heiner Fänger, Jürgen Kiese und Herbert Reddehase gehören dem Verein 60 Jahre lang an. Ernst-August Brell führt mit seiner 70-jähriger Vereinszugehörigkeit die Reihe der Geehrten an.


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