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Peter Remme vertritt die SPD Bramscher Ortsbürgermeister sitzt auch im Stadtrat

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<em>An der Seite seiner Frau</em> Angelika ist Peter Remmes Lieblingsplatz, hier im eigenen Garten. Foto: Heiner BeinkeAn der Seite seiner Frau Angelika ist Peter Remmes Lieblingsplatz, hier im eigenen Garten. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Der Bramscher Stadtrat hat 39 Mitglieder. Sie entscheiden, welche Straße ausgebaut, wo Kindergärten erweitert werden und wie viel Geld wofür ausgegeben wird. In dieser Serie stellen wir in alphabetischer Reihenfolge die Männer und Frauen vor, die für uns Bramscher im Stadtrat tätig sind – heute stellen wir Peter Remme (SPD) vor.

In der Regel werden Parteimitglieder von Freunden oder Bekannten für eine Partei geworben. Nicht so Peter Remme. Der meldete sich im Juli 1987 von sich aus bei den Bramscher Genossen und wollte in die Partei eintreten. „Haben Sie sich gemeldet für die SPD?“, wollte der damalige Ortsvereinskassierer Gerd Pick beim Hausbesuch danach wissen. Remme wollte und blieb dort bis heute. Seit 2007 ist er auch Ortsbürgermeister von Bramsche-Mitte.

Remmes Weg in die Partei ist so ungewöhnlich wie die Ausbildung seines Interesses an der Politik: Als „Zwölf-Ender beim Bund“, also als Soldat auf Zeit für zwölf Jahre, interessierten den gebürtigen Bramscher vor allem die Vorträge zum Thema Innere Führung und Recht. Als „Staatsbürger in Uniform“ wendet sich der Zug- und Kompanietruppführer Remme den Parteien und alsbald besonders der SPD zu.

Im Zivilleben nach der Bundeswehrzeit ist es sein Chef, der das Interesse noch weiter auf die Kommunalpolitik lenkt: Peter Remme fängt 1988 bei der AOK in Bramsche an, wo Ewald Fisse sein Vorgesetzter ist. Der ist zunächst ehrenamtlicher, dann erster hauptamtlicher Bürgermeister von Bramsche. „Der hat mir eine ganze Menge mitgegeben. Wenn Du so einen Chef hast, das prägt Dich schon“, sagt Remme. Für sein eigenes kommunalpolitisches Engagement macht er seinen eigenen Gestaltungswillen verantwortlich: „Ich wollte nicht hinter der hohlen Hand meckern, sondern wirklich selber etwas bestimmen“.

Bis heute ist der 54-jährige Krankenkassenfachwirt bei der AOK geblieben, die auch nach Fisses Wechsel ins Rathaus und in den Ruhestand seine kommunalpolitischen Ambitionen unterstützt. „Meine Arbeitsleistung dort wird über Ziele und nicht über Zeiten definiert. Deswegen bin ich sehr flexibel“, erklärt Remme.

Diese Flexibilität ist auch erforderlich, denn der Ortsbürgermeister von Bramsche ist ein gefragter Mann. „Das Wochenende ist völlig zu“, lautet eine häufige Auskunft bei Terminanfragen. Kaninchenschau hier, Ausstellungseröffnung dort, 90. Geburtstag, Diamanthochzeit, Feuerwehrübung – überall wird erwartet, dass der Ortsbürgermeister des größten Bramscher Ortsteils dabei ist.

Kein Wunder, dass Remme die Frage, ob die Stadtratsarbeit oder der Ortsrat mehr Zeit erfordert, schnell und eindeutig beantwortet: „Ortsbürgermeister, da brauche ich gar nicht lange drüber nachdenken“. Obwohl Remme auch den Fachausschüssen für Jugend, Sport und Soziales sowie Steuerung und Wirtschaft angehört und in den Aufsichtsräten von Stadtwerken und Stadtmarketing vertreten ist.

In allen Funktionen sieht sich Remme als „Freund klarer Worte“, der mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hält. Mit der Suche nach Zielen und Visionen hält er sich auch nicht lange auf: „Du kriegst die Themen ja geliefert. Die sauber abzuarbeiten ohne tierisches Hickhack, das ist unsere Aufgabe“, meint Remme, der dann doch noch ein vorrangiges Themenfeld sieht: die Stärkung der Ortsräte. Da ist die gemeinsame Arbeit mit den anderen Parteien noch nicht abgeschlossen, aber ein erstes Zwischenergebnis missfällt dem Ortsbürgermeister von Bramsche schon einmal: „Mit der Neuverteilung der Ortsratsmittel bin ich ganz sicher nicht zufrieden.“

Bei der Frage nach seinem Lieblingsplatz offenbart der Freund klarer Worte überraschend eine romantische Ader: „An der Seite meiner Frau“, lautet die spontane Antwort. „Die Familie gibt mir viel Halt“, betont der 54-Jährige, der seit 32 Jahren mit seiner Frau Angelika verheiratet ist. Tochter Katharina ist 23 und hat ihrem Vater zu einer anderen, ebenfalls überraschenden Leidenschaft gebracht: Regelmäßig ist Remme auf den Fußballplätzen im Norden zu Gast. Allerdings nicht bei einem Erst- oder Zweitligisten, sondern seit dieser Saison beim VfB Oldenburg in der vierten Liga. Dort spielt nämlich Thorsten Tönnies, den er über seine Tochter kennen- gelernt hat. „Ich habe auch noch zu seinem alten Verein BSV Rehden Kontakt“, erzählt Remme. Da schaut er dann auch noch einmal vorbei, wenn es der randvolle Terminkalender des Ortsbürgermeisters denn noch zulässt.

Die weiteren Portraits unserer Ratsmitglieder finden Sie auf noz.de unter Für uns im Stadtrat.


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