Kirchenvorstandswahlen 2018 Bramscher Superintendent: Kirche ist bunt und vielfältig

Von Hans Hentschel

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Wie ein großes Puzzle, so bunt und vielfältig sollte eine Kirchengemeinde sein, findet Superintendent Hans Hentschel. Karikatur Hans HentschelWie ein großes Puzzle, so bunt und vielfältig sollte eine Kirchengemeinde sein, findet Superintendent Hans Hentschel. Karikatur Hans Hentschel

Bramsche. Am 11. März sind 60000 evangelische Christen in den 25 Gemeinden im Kirchenkreis Bramsche aufgerufen, ihre ehrenamtlichen Vertreter in den Gemeinden, die Kirchenvorsteher, zu wählen. Wer kandidiert? Was sind die Beweggründe der „Neuen“? Wie blicken „alte Hasen“ auf ihre Arbeit zurück? Was kann ein Kirchenvorstand überhaupt bewegen? Eine BN-Serie.

Warum wählen? Warum überhaupt ein Kirchenvorstand? Der Bramscher Superintendent ruft die evangelischen Christen nachdrücklich zum Gang an die Urnen auf. Statt in ein Sonntagswort hat er sein Anliegen in ein Frage- und Antwortspiel gepackt. Hier der Wortlaut:

Warum sollte ich als Mitglied der evangelischen Kirche zur Kirchenvorstandswahl gehen?

Weil in vielen Kirchengemeinden Ideen fehlen, wie die Gottesdienste und all die vielen Angebote der Kirche noch besser und noch zeitgemäßer werden können. In dieser Frage sind alle Wählenden Experten und die Stimme dieser Experten hat Gewicht.

In der von Ihnen gezeichneten Karikatur haben Sie die Kirche als ein Puzzle dargestellt. Ist das ein treffendes Bild für Kirche?

Ich meine Ja. Alle können ihr Teil dazu beitragen, dass das Bild, das die Kirchengemeinde abgibt, bunt und vielfältig ist. Die Zeiten, in denen die PastorInnen das Kirchenbild prägten, sind noch nicht vorbei aber gemeinsam mit engagierten Menschen bauen sie ein modernes und schon lange nicht mehr schwarz/weißes Kirchengebäude.

Wofür braucht es einen Kirchenvorstand?

Zum Gespräch und zur Beratung. Wir leben in keiner Gesellschaft, in der die Kategorien ‚richtig oder falsch‘ herrschen. Vieles muss von vielen Seiten angesehen werden und was richtig oder falsch für eine Gemeinde oder eine Kirche ist, sollte von Vielen beraten werden, die mit gesundem Menschenverstand, fröhlichem Glauben und einem offenen Herzen für eine offene Gesellschaft ihre Meinung sagen.

Sollte jemand, der im Kirchenvorstand mitarbeitet, ‚fromm‘ sein?

Kommt darauf an, was man unter fromm versteht. Ich hatte mal ein Pferd, das als ‚frommer Gaul‘ bezeichnet wurde. Damit war gemeint, dass es keine Zicken machen würde. In diesem Sinne dürfen Kirchenvorstandsmitglieder nicht fromm sein. Wir brauchen keine ‚artigen Kopfnicker‘ sondern kritische Geister, die der Kirchengemeinde gegenüber loyal sind. Wenn ‚fromm‘ aber meint, dass man an Jesus Christus glauben muss, dann sage ich ein deutliches Ja! Ohne Glauben ist das ein falsches Amt.

Rechnen Sie mit einer hohen Wahlbeteiligung?

Ich hoffe darauf, aber ich rechne nicht damit. Wenn wir in allen Gemeinden einen Schnitt von 25 Prozent Wahlbeteiligung erreichen werde ich zufrieden sein. 75 Prozent wären allerdings besser!

:Wie sehen Sie bei den Kandidaten das Verhältnis von Frauen und Männern?

Toll, dass beide Geschlechter bereit sind, zu kandidieren. Es sind mehr Frauen als Männer. Wenn man auf die Vergangenheit schaut, ist das ausgleichende Gerechtigkeit. Früher waren es oft mehr Männer.

Möchten Sie noch irgendetwas im Vorfeld der Wahlen sagen?

Ich möchte allen herzlich danken, die die Wahllokale besetzen, dem Wahlvorstand angehören oder die bereit gewesen sind, zu kandidieren. Unabhängig vom Ausgang …


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