Kirchenvorstandswahlen 2018 Bramscher Konfirmanden: Teilnahme ab 14 als Chance?

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Treffen mit Kandidaten: die Konfirmanden der St. Martin-Gemeinde mit (im Hintergrund von links) Superintendent Hans Hentschel, Kerstin Fuchs, Ute Mörking-Guschmann, Pastorin Stephanie Seger, Annegret Vije und Mareile Niemann-Thomas. Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeTreffen mit Kandidaten: die Konfirmanden der St. Martin-Gemeinde mit (im Hintergrund von links) Superintendent Hans Hentschel, Kerstin Fuchs, Ute Mörking-Guschmann, Pastorin Stephanie Seger, Annegret Vije und Mareile Niemann-Thomas. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Am 11. März 2018 sind 60 000 evangelische Christen in den 25 Gemeinden im Kirchenkreis Bramsche aufgerufen, ihre ehrenamtlichen Vertreter in den Gemeinden, die Kirchenvorsteher, zu wählen. Wer kandidiert? Was sind die Beweggründe der „Neuen“? Wie blicken „alte Hasen“ auf ihre Arbeit zurück? Was kann ein Kirchenvorstand überhaupt bewegen? Eine BN-Serie.

Donnerstagabend. Wie in jeder Woche treffen sich die Konfirmanden im Gemeindehaus von St. Martin. Mit dabei als „Lehrer“ Superintendent Hans Hentschel, der dieses Mal Gäste mitgebracht hat. Neben St. Martin-Pastorin Stephanie Seger sind vier Kandidatinnen für die Kirchenvorstandswahlen am Sonntag, 11. März 2018, gekommen. Mareile Niemann-Thomas ist ebenso wie Annegret Vije schon seit Jahren in der Leitungsarbeit der Gemeinde aktiv, Kerstin Fuchs und Ute Mörking-Guschmann sind Neu-Kandidatinnen. .Dass sie sich den jungen Leuten vorstellen, hat einen einfachen Grund. Im Bereich der Landeskirche Hannover dürfen in diesem Jahr erstmals Jugendliche ab 14 Jahren ihre Stimme abgegeben.

Es ist ein kleines Bisschen wie Wahlkampf, als sich die Kandidatinnen ihren Jungwählern vorstellen. Kinder- und Jugendarbeit seien ihre Schwerpunkte, verrät Niemann-Thomas. „Mein Herz hängt besonders an unserem Kindergarten“. Kerstin Fuchs hat über die Jugendarbeit, damals noch in Engter, zum Engagement in der Kirche gefunden. Das Singen im Chor und Personalangelegenheiten nennt Ute Mörking-Guschmann als Einstieg und Motive, Kerstin Vije interessiert sich ebenfalls für Jugend- aber auch für Seniorenarbeit. „Hier wünsche ich mir, mich engagieren zu können. Und ich wünsche mir natürlich, dass ihr mich wählt“, lacht sie.

Und wie sieht es jetzt mit dem Interesse der Jugendlichen aus? Sind sie stolz, schon wählen zu dürfen? Fühlen sie sich erwachsener? Wollen sie überhaupt mitmachen? Die Konfirmanden machen einen etwas ratlosen Eindruck. Einige dürfen schon wählen, andere sind noch zu jung. „Noch fühle ich mich nicht anders“, gibt Lara zu. Paul sieht es als Chance, wählen zu dürfen. „Damit kann man doch was verändern“. Simon ist schon fast 16 Jahre und als Jugendleiter dabei. „Es ist wichtig, dass junge Leute ab 14 Jahren wählen dürfen“, findet er. Das Wahlrecht könne motivieren, „sonst haben wir irgendwann keine Jugendlichen mehr, die mitmachen“. Er selbst ist dabei, das steht fest.

Alle Anderen haben noch ein paar Tage Zeit, zu überlegen. Beim nächsten Konfi-Unterricht stehen dann nochmals die Kandidaten Rede und Antwort..


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