Feierlicher Gottesdienst der Frauen aus den Bramscher Gemeinden zum Weltgebetstag „Moksi“ bedeutet auch „gemeinsam“

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Auch eine Gebetsmeditation war Bestandteil dieses Gottesdienstes. Foto: Reinhard FanslauAuch eine Gebetsmeditation war Bestandteil dieses Gottesdienstes. Foto: Reinhard Fanslau

Hesepe. Die Weltgebetstagskerze hat für ein Jahr ihr neues Zuhause in der Christus-Kirche in Hesepe gefunden.

Mit einem feierlichen, intensiven und stimmungsvollen Gottesdienst begingen Frauen aus verschiedenen Bramscher Kirchengemeinden den ökumenischen Gedenktag, der einmal im Jahr in 120 Ländern der Welt stattfindet. Dieses Jahr stand Surinam im Mittelpunkt.

Die Liturgie hatten Frauen aus dem kleinen südamerikanischen Land festgelegt. Die Auswahl der Lieder an diesem Abend zeigte, worum es bei dieser globalen Basisbewegung geht: Sich gemeinsam für die Anliegen von Frauen aus aller Welt einzusetzen und zu beten. So sangen die Gottesdienstbesucherinnen – inklusive vier anwesender Herren- in der fast vollbesetzten Kirche Werke wie „Gott, du Schöpferin unserer Welt.“ Für die musikalische Begleitung sorgten an diesem Abend Peter Gronemann am Klavier und Silke Grade an der Flöte.

Das kleine Land Surinam stand im Mittelpunkt

Die Gestalterinnen und mitwirkenden Frauen des Gottesdienstes in der Christus-Kirche klärten zunächst einmal auf, wo Surinam überhaupt liegt. Viele wissen, dass es eine ehemalige niederländische Kolonie ist (bis 1975), aber sonst nicht viel. Surinam ist halb so groß wie Deutschland, hat 540000 Einwohner, besteht zu 94 Prozent aus tropischem Regenwald und hat eine Hauptstadt, die Paramaribo heißt. Die Surinamerinnen nennen sich auch „Moksi“, was so viel wie „Mischmasch“ heißt. Die Frauen in dem Land kommen aus vielen verschiedenen Völkern. Genauso kann „Moksi“ auch „gemeinsam“ bedeuten.

Dann stellten die Frauen sieben Einzelschicksale vor, so zum Beispiel das von Kartini. Sie und ihre Vorfahren wurden als billige Arbeitskräfte von Indonesien nach Surinam geholt. Heute sind Kartini und ihr Mann unabhängig. Er ist Fischer, sie baut Gemüse und Kräuter an.

Nach weiteren Liedern, einer Gebetsmeditation, einem Schuldbekenntnis mit Bitte um Vergebung und der Fürbitte neigte sich der gut eine Stunde dauernde, außergewöhnliche Gottesdienst dem Ende entgegen. Im Anschluss ließen sich die Gottesdienstbesucher im Gemeindehaus Spezialitäten aus Surinam, wie Kokoskuchen, Brot mit Avocadopaste, Ingwerbier und anderes schmecken. Zubereitet hatten die Köstlichkeiten Frauen aus der Gemeinde. Im kommenden Jahr wird das Land Slowenien im Mittelpunkt stehen. Die an diesem Abend aus Engter gekommene Weltgebetstagskerze wird dann weiterwandern und in einer anderen Bramscher Gemeinde ihren Platz finden.


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