Glasfaserkabel aus Epe nach Russland Wikotec beliefert WM-Fernsehzentrum mit Netzwerktechnik

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Epe. Die Firma Wikotec beliefert das internationale Fernsehübertragungszentrum der Fußball-WM 2018 in Russland mit seiner Netzwerktechnik. Eine Vielzahl entsprechender Glasfaserkabelrollen und Kupfer-Pannel haben Epe bereits in Richtung Osteuropa verlassen. Weitere sollen folgen.

Florian Wirth steht entspannt im Eingangsbereich seines Unternehmens. Er lächelt. Unweit von ihm türmt sich eine stattliche Sammlung von Kabelrollen auf. Fertig zur Abholung, Zielort Moskau. Die Farbe Türkis dominiert und sticht ins Auge. Die besagten Kabel sind in den Räumen von Wikotec mit entsprechenden Steckern versehen worden. „Wir sorgen so dafür, dass Bild und Ton übertragen werden können. Die Kamerabilder laufen dann alle über unsere Kabel“, erklärt der Geschäftsführer mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer.

Für Wirth – eigentlich ein gelernter Bierbrauer – ist es nicht das erste Sportgroßereignis, das er mit seiner Netzwerk- und Datentechnik beliefert. Bei Olympia in Peking 2008, bei der Fußball-EM 2008 in der Schweiz oder auch bei den Südostasien-Spielen (SEA Games) im Jahre 2017 in Kuala Lumpur kamen die Wikotec-Produkte bereits zum Einsatz. Der Geschäftspartner, der das Fernsehübertragungszentrum (IBC) betreibt, war zufrieden und buchte Wirth erneut.

Netzwerkspezialist feiert in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum

„Wir bekommen vom Werk Kabel als Rohware angeliefert. Ich bekomme dazu auch die Rohware Stecker und diverses Kleinmaterial. Das alles fügen wir dann zu verlegefertigen LWL-Kabeln zusammen“, sagt Wirth. LWL steht für den Fachbegriff Lichtwellenleiter. Im Volksmund werden die besagten Strippen auch Glasfaserkabel genannt.

Der Vater von Florian Wirth hatte sich im Jahre 1991 selbstständig gemacht. Bereits zwei Jahre später wurde Wikotec zur GmbH. Florian Wirth stieg in die Firma ein. „Als GmbH und an dieser Stelle in Epe gibt es uns jetzt seit 25 Jahren“, betont der Geschäftsführer. Die Installation von Netzwerk-Artikeln beim Kunden – zumeist Glasfaser- oder Kupferdatenkabel – gehört ebenso zu den Kernkompetenzen des Unternehmens wie die Installation von dazugehörigen Gehäusen. Also Schalt-, Netzwerk- und Serverschränken. Auch die Kabelfertigung leistet das Team von Wirth. Dazu kommen am Standort auf der Ortsgrenze von Epe zur Bramscher Gartenstadt noch Fachhandel- und Beratungsangebote. „Wir sind ein Netzwerkspezialist, der alles aus einer Hand bietet“, sagt der Chef.

Aufträge aus der Region lasten Wirth & Co. zunehmend aus

Etwa zehn Angestellte zählt die Wikotec-Mannschaft. Sie kümmern sich um Büroaufgaben, den Verkauf, Installationen, aber auch den Wareneinkauf oder die Kundengewinnung. Auch Florian Wirth und sein Vater packen im Betrieb kräftig an.

Wenn der Geschäftsführer auf seinen Kundenstamm blickt, stellt eine bemerkenswerte Veränderung fest. „Der hat sich gewandelt. Vor allem in den vergangenen zwei Jahren“, erklärt er. Kamen die meisten Aufträge damals noch aus einem Sektor von 200 bis 300 Kilometern rund um Bramsche, „lastet uns mittlerweile überwiegend die eigene Region mit Aufträgen aus“, sagt Wirth. Zuletzt habe er beispielsweise auch ein großes Osnabrücker Elektrounternehmen bei umfangreichen Arbeiten in einem Werk eines Sportartikelherstellers unterstützt. Den Namen und den Einsatzort nennt Wirth ausdrücklich nicht. Da ist er eisern. Und selbst als unsere Redaktion ihn konkret fragt, ob es sich um die mächtige Adidas-Erweiterung im Niedersachsenpark bei Rieste handelte, nickt der Geschäftsmann nicht – aber ein Lächeln huscht über sein Gesicht.

Wirth ist die Freude an der Arbeit in seinem florierenden Betrieb anzumerken. Doch beim Gespräch über die Kabellieferung für die anstehende Fußball-WM in Russland kann er auch etwas Anspannung nicht verbergen. Er wird manche der Fernsehübertragungen aus dem Riesenreich mit besonderen Augen sehen. „Wenn man weiß, dass da die eigene Technik verbaut ist, dann ist man irgendwie doch näher dran. Auch nervlich“, gibt er unumwunden zu.


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