Bramscher Wirtschaft im Porträt Bramscher Versicherungsagentur setzt auf Geschwindigkeit

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Den „Roten Faden“, der uns durch die Bramscher Wirtschaft führt, haben Oliver Reyle (links) und Lars Wallenhorst in ihrer Agentur in der Innenstadt aufgenommen. Foto: Björn DieckmannDen „Roten Faden“, der uns durch die Bramscher Wirtschaft führt, haben Oliver Reyle (links) und Lars Wallenhorst in ihrer Agentur in der Innenstadt aufgenommen. Foto: Björn Dieckmann

Bramsche. In unserer Serie „Der Rote Faden – Bramscher Wirtschaft im Porträt“ stellen wir Unternehmer aus der Region vor. Heute an der Reihe sind Oliver Reyle und Lars Wallenhorst, die am Gilkamp eine Allianz-Versicherungsagentur führen.

Oliver Reyle mag Geschwindigkeit: Privat als Teamchef des „Avia Racing Team“. Und beruflich, auch wenn es um durchaus weitreichende Entscheidungen geht. Mitte September 2013 wurde er gefragt, ob er bei der Allianz-Versicherungsagentur Schumacher und Grevenkämper einsteigen wolle. „Meine erste Reaktion war: Versicherung? Ich? Niemals!“, erinnert sich Reyle – und lacht: Denn schon zum 1. Oktober 2013, nur wenige Wochen später also, begann er die interne Fortbildung bei dem Münchener Unternehmen zum Versicherungsfachmann und zum Finanzanlagenfachmann.

Berufliche Veränderungen

Zügig also hatte Reyle sich entschlossen, sein berufliches Leben zu verändern. Längst nicht zum ersten Mal: Ursprünglich als Groß- und Außenhandelskaufmann ausgebildet, war der gebürtige Düsseldorfer später zehn Jahre lang als Key Account Manager für den Fuji-Konzern tätig, stieg dann mit in das Juweliergeschäft seiner damaligen Lebensgefährtin ein und lernte Uhrmacher. Als er nun also im September 2013 gefragt wurde, ob er in die Versicherungsbranche wechseln wolle, war Reyle wiederum als Handelsvertreter für Uhren und Schmuck aktiv. „Ich war bei Hannelore Schumacher versichert damals und erwähnte in einem Gespräch, dass ich mir eine berufliche Veränderung vorstellen kann. An Versicherungen hatte ich dabei aber gar nicht gedacht“, so Reyle.

Auch in seinem neuen Job setzte der heute 46-Jährige gleich auf die Überholspur: Zum 1. Juli 2016 übernahm er die Allianz-Vertretung an der Lindenstraße, als seine Vorgänger sich zur Ruhe setzten. Nach einem Jahr erhielt er bereits eine firmeninterne Auszeichnung, „das hat so schnell kaum eine Agentur geschafft“, sagt Reyle, der mittlerweile selbst auch als Referent an der Allianz-Akademie tätig ist, durchaus stolz.

Schnell ging es weiter: Mit Lars Wallenhorst fand Reyle einen Geschäftspartner, mit dem er zunächst eine Bürogemeinschaft begründete, künftig aber unter gemeinsamer Firma auftritt. Der 26-Jährige fand ebenfalls über einen Umweg in das Versicherungswesen: „Ich habe eine Ausbildung zum Mechatroniker bei KME in Osnabrück gemacht“, erzählt Wallenhorst. Als er danach ein Fachstudium begann, stellte er jedoch fest, „dass das nicht so mein Fall ist.“ Durch seine Freundin kam er zur Versicherungsbranche, lernte Oliver Reyle während der Ausbildung kennen.

Umzug an den Gilkamp

Im vergangenen Jahr erfolgte der Umzug der Agentur an den Gilkamp 6. Und wie immer: Es ging schnell. „Die Räume gehören Bauingenieur Weißenfels und wurden als Lager und Archiv genutzt. Wir haben das innerhalb einer Woche aufgeräumt und umgebaut“, erzählt Reyle. Heller und moderner habe man es hier gegenüber dem vorherigen Standort an der Lindenstraße. „Obwohl wir – insbesondere für unsere Firmenkunden – bundesweit unterwegs sind, haben wir auch viel Laufkundschaft. Denen können wir nun hier am Gilkamp noch besser gerecht werden“, sagt Reyle, der mit „wir“ nicht nur sich selbst und Lars Wallenhorst meint: Zum Team gehören auch zwei Kundenbetreuer, eine Auszubildende und mit Judith Schütte eine Büro-Angestellte, die bereits seit rund 20 Jahren für die Agentur arbeitet. „Ohne sie wären wir echt aufgeschmissen: Sie kennt alle Abläufe und jeden Kunden“, lobt Reyle.

Auch wenn Reyle gerne auf Geschwindigkeit setzt: Für seine Kunden nimmt er sich Zeit. „Wir beraten vollumfänglich und bedarfsgerecht“, betont er. Dazu gehöre auch, Fachfirmen zu kontaktieren, „wenn ein Kunde mal einen Wasserschaden zuhause hatte. Viele wissen dann ja gar nicht so genau, was zu tun ist, da helfen wir dann natürlich“, sagt er. Die Arbeit bestehe, so meint er, „zu zehn Prozent aus Vertrieb und zu neunzig Prozent aus Kümmern“. Das Credo der Agentur laute: AAA + B. „Anders als Andere und besser“, erklärt Reyle.

Auch wenn sowohl Oliver Reyle als auch Lars Wallenhorst beide das gesamte Agenturgeschäft abdecken, setzen sie doch unterschiedliche Akzente: Während sich Wallenhorst auf den Bereich der Finanzanlagen konzentriert, setzt Reyle einen Schwerpunkt auf Firmen-Sachversicherungen, darunter seit Neuestem auch Versicherungslösungen für Unternehmen gegen Cyberkriminalität. Außerdem bietet er, nach eigenen Angaben „als einer der wenigen in ganz Deutschland“, Kaskoversicherungen für Rennwagen an. Oliver Reyle mag eben Geschwindigkeit.


Die Serie „Roter Faden – Bramscher Wirtschaft im Porträt“ stellt Firmen-Chefs und Geschäftsführer von Unternehmen in unserer Region vor. Im Mittelpunkt stehen dabei die Persönlichkeiten, die mit ihrem Engagement das Unternehmen voranbringen. Ihre berufliche Entwicklung wird ebenso nachgezeichnet wie das Wachsen des Betriebs. Das Besondere dabei: Jede/r Porträtierte schlägt unserem Mitarbeiter den nächsten Kandidaten für diese Serie vor. So zieht sich – nach und nach – ein „Roter Faden“ durch die örtliche Wirtschaft, mit dem wir die Vielfalt von Industrie, Handel und Gewerbe aufzeigen wollen.

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