Gut besuchte „Stadtgespräche“ Bramsche macht sich auf den Weg zur Fairtrade-Stadt

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Mit Fairtrade-Produkten auf den Geschmack kommen: Im Foyer des Museums konnten die Gäste zahlreiche Leckereien und Getränke aus Fairem Handel probieren. Foto: Dorit Barz/ Stadt BramscheMit Fairtrade-Produkten auf den Geschmack kommen: Im Foyer des Museums konnten die Gäste zahlreiche Leckereien und Getränke aus Fairem Handel probieren. Foto: Dorit Barz/ Stadt Bramsche

Bramsche. „Auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt“ lautete das Motto der Auftaktveranstaltung der Reihe „Stadtgespräche“, zu der Tuchmacher-Museum und Stadt Bramsche gemeinsam am Dienstag, 28. Februar 2018 in die Kornmühle eingeladen hatten. Das Thema war offensichtlich gut gewählt: Etwa 50 Interessierte fanden sich ein.

Moderiert wurde die Informations- und Diskussionsveranstaltung von Maria Stuckenberg und Volker Rohmann, die beide der Steuerungsgruppe „Fairtrade-Stadt“ angehören. Diese Steuerungsgruppe ist federführend dafür verantwortlich, dass Bramsche möglichst bald alle erforderlichen Kriterien erfüllt, um den Titel „Fairtrade-Stadt“ zugesprochen zu bekommen.

Auch Informationsveranstaltungen und eine intensive Pressearbeit gehören zu diesen Verpflichtungen. „Da passte das Thema Fairtrade-Stadt einfach perfekt zum Anliegen der „Stadtgespräche“, die wir als Forum zum Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern etablieren möchten“, erläutert Stuckenberg, die als Ehrenamtskoordinatorin und Gleichstellungsbeauftragte von Bramsche sehr am Bürgerdialog interessiert ist.

Aktiv mitmachen und mitreden

Mit Volker Rohmann, Vorsitzender des Weltladen „Neue Erde“ e.V., hatte sie einen äußerst versierten Kenner der Fairtrade-Thematik an ihrer Seite. Gemeinsam gelang es ihnen, die Gäste nicht nur zu informieren, sondern als Aktive einzubeziehen. „Es war toll, wie die Leute sich haben begeistern lassen. So ein aktives Mitmachen und Mitreden bekommt man in einer solchen Runde nicht immer hin“, lobte Rohmann die Dynamik der Veranstaltung.

Bevor in kurzen, knappen Info-Blöcken erläutert wurde, was der faire Handel ist und wie der Weg zur Fairtrade-Stadt zu beschreiten ist, lud Volker Rohmann die Gäste zum „Weltverteilungsspiel“ ein: Es galt zu schätzen, wie sich die Weltbevölkerung auf die Kontinente verteilt – und wie Besitz und Reichtum verteilt sind.

Nachdem die Teilnehmenden mit vielen Informationen und Anregungen versorgt worden waren, durften sie ihrerseits liefern: „Wir wollen heute Abend auch etwas von Ihnen“, forderte Stuckenberg die Gäste auf. „Wir wollen Ihre Ideen und Vorschläge, wie wir weitermachen sollen.“ Konkrete Aufgabe war es, aufzuschreiben, mit welchen Aktionen sich der Fairtrade-Gedanke in Bramsche weiter etablieren könnte. Außerdem sollte notiert werden, wie das Event zur Vergabe der Fairtrade-Stadt-Urkunde aussehen könnte.

Mehrere Listen mit Vorschlägen und Ideen wurden zusammengetragen. „Wir sichern die Ergebnisse und werden sie beim nächsten Treffen der Steuerungsgruppe besprechen“, erläuterte Stuckenberg das weitere Vorgehen. Außerdem werde man alle, die sich in die Teilnehmerliste der Veranstaltung eingetragen haben, per E-Mail immer auf dem Laufenden halten. Ohnehin sei die Steuerungsgruppe offen für weitere aktive Interessierte: „Das Projekt Fairtrade-Stadt ist ein gemeinsames Projekt von Bürgerschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Politik und wir freuen uns jederzeit über weitere Unterstützung!“

„Total leckere“ Produkte

Zum Abschluss der Veranstaltung waren die Gäste zum Probieren unterschiedlichster Fairtrade-Produkte eingeladen – vor allem zum Testen von einem Dutzend unterschiedlicher Schokoladen. Es zeigte sich schnell, dass nicht nur Kopf und Herz vom Fairtrade-Gedanken überzeugt wurden, sondern auch der Magen: Für „total lecker“ wurden die Limonaden, Nüsse und Schokoladen befunden.

Volker Rohmann machte mit dem „Weltverteilungsspiel“ darauf aufmerksam, wie ungleich Besitz und Wohlstand auf der Welt verteilt sind.

„Das war ein ganz toller Abend“, resümierte Maria Stuckenberg, Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Bramsche, als gegen 21:30 Uhr die letzten Gäste die Kornmühle verließen. Auch Bürgermeister Pahlmann, der aktiv an den „Stadtgesprächen“ teilnahm, zeigte sich begeistert von der Veranstaltung: „Es freut mich sehr, dass das Thema Fairtrade so viele Menschen interessiert und es eine so große Bereitschaft gibt, selber aktiv mitzumachen.“ In seinem Grußwort hatte er zuvor betont, er hoffe, „dass durch die Medien und öffentlichkeitswirksame Aktionen wie die „Stadtgespräche“-Veranstaltung über und für den Fairen Handel nachhaltiges Handeln zum Gesprächsthema in unserer Stadt wird.“


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