Vortrag im Gemeindehaus St. Martin Bramscher Vogelforscher war drei Monate in Russland

Von Judith Perez

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Jonas Wobker berichtet im Gemeindehaus St. Martin über sein Wirken für das Vogelforschungsprojekt im östlichen Russland. Foto: Jonas WobkerJonas Wobker berichtet im Gemeindehaus St. Martin über sein Wirken für das Vogelforschungsprojekt im östlichen Russland. Foto: Jonas Wobker

Bramsche. Drei Monate lang war der Bramscher Jonas Wobker im östlichen Russland an einem Vogelforschungsprojekt beteiligt. Darüber berichtet Wobker am Mittwoch, 28. Februar 2018, im Gemeindehaus St. Martin.

Ende Juli 2017 machte sich der damals 21-Jährige Student der Umweltwissenschaften und bekennende „Vogelliebhaber“ auf den Weg in nach Russland, an den Mittellauf des Amurs an der Grenze zu China. Sein Ziel: Drei Monate an einem deutschen Vogelforschungsprojekt teilnehmen und sich auf die Suche machen, warum in der Region bestimmte Arten wie die Weidenammer bis zu 90 Prozent zurückgegangen sind.

Von seinen Erfahrungen und Erlebnissen möchte Wobker in einem Bildvortrag am Mittwoch, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus St. Martin erzählen. Der aus Bramsche stammende Student arbeitet neben seinem Studium beim Institut für Vogelforschung an der „Vogelwarte Helgoland“ und ist in der Bramscher Natur-AG aktiv. Seit seinem 14. Lebensjahr interessiere er sich für Tiere und besonders für Vögel, berichtet er im Vorgespräch.

Sein Alltag während der Untersuchungen im russischen Naturschutzgebiet bestand im Wesentlichen darin, Vögel in Netzen zu fangen, sie zu beringen und dann schnell wieder frei zu lassen. „Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang konnten das schon mal mehrere Hundert sein“, so der Student aus Oldenburg. Insgesamt seien in dem Projekt bis jetzt um die 45 000 Vögel beringt worden. Darunter sind auch Arten, die es bei uns gibt. „Kleiber, Sumpfmeise oder auch die Elster kennen viele hier“, so der Vogelexperte. Aber auch auf sehr exotische Arten wie die Dschungelnachtschwalbe oder das Rubinkehlchen werde er bei seinem Vortrag eingehen, so Wobker.

Die Beringung sei wie der Personalausweis des Vogels, erklärt er. Damit könne man sein Zugverhalten und sein Überwinterungsquartier herausfinden und die Ursachen für den Rückgang vieler Arten auf die Spur kommen.

Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei. Spenden für das Amur-Projekt und die Natur-AG sind erwünscht.


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