Am 3. und 4. März 2018 Bramscher Literaturprojekt beginnt mit HpH-Bücherbörse

Von Judith Perez

: Sabine Hatke und Christiane Böttcher vom HpH-Team sortieren die Bücher…. Fotos: Judith Perez: Sabine Hatke und Christiane Böttcher vom HpH-Team sortieren die Bücher…. Fotos: Judith Perez

jup Bramsche.. Getreu dem Motto „Nimm dir ein Buch“ startet das gleichnamige Bramscher Literaturprojekt am Wochenende 3. und 4. März 2018 mit einer Bücherbörse der Heilpädagogischen Hilfe (HpH) in der Tagesstätte am Brückenort.am Brückenort.

An beiden Tagen jeweils von 10 bis 15 Uhr gibt es gut erhaltene, gebrauchte Bücher für einen Euro zu erwerben. Vom spannenden Thriller über die Werke der Klassiker bis zu diverse Koch- und Backbüchern sollte bei Kaffee und Kuchen wohl für jeden etwas dabei sein. Zurzeit ist das Team der HpH-Tagesstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen allerdings noch damit beschäftigt, unzählige gespendete Bücher nach Genres zu sortieren. Krimis und Fantasy kommen ins Erdgeschoss, Romane in den Keller und Ratgeber sind im Wintergarten zu finden.

Kistenweise Bücher

„Wir haben eine Bücherbasar-AG gegründet“, erklärt Ergotherapeutin Sabine Hatke, „in der jeder passende Aufgaben übernehmen kann, sofern er will. Eine der insgesamt elf Frauen und Männer in der Tagesstätte liest gerne Thriller. Wir haben sie gefragt, ob sie diese Rubrik sortieren möchte. Dabei hat sie dann gleich das fehlende Exemplar der „Cody McFadyen“-Reihe „Das Böse in uns“ für sich entdeckt.“, erzählt Ergotherapeutin Hatke. „Eine andere Teilnehmerin, gelernte Hauswirtschafterin, liebt Kochbücher. Da lag es auf der Hand, dass sie sich um diese Rubrik kümmert“, sagt Hatke, die beim Erzählen eifrig weiter sortiert und das bereits seit Tagen. „Nach dem Spendenaufruf haben uns die Leute kistenweise Bücher gebracht.“ Dabei hätten sich ganz tolle Kontakte und Gespräche ergeben, berichtet sie begeistert. Die Teilnehmer konnten sich so in sozialen Kontakten üben, beschreibt sie eine weitere Aufgabe der Bücherbasar-AG. Und das falle nicht jedem leicht, erklärt sie. Deshalb hat sie auch für die Tage der Bücherbörse einen extra Rückzugsraum für die Teilnehmer der Tagesstätte eingerichtet.

„Wir wollen keine abgeschlossene Insel sein“

Thriller im Flur, Kinderbücher im Wintergarten. „Zur besseren Orientierung erwarten die Besucher große Pappen.

Für die HpH-Einrichtung am Brückenort ist die Aktion, die bereits im letzten Jahr stattfand „ eine Art Inklusion“, so Hatke. „Wir wollen keine abgeschlossene Insel sein. Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, wer wir sind und was wir hier tun.“ Richtig gefreut habe sie sich auch über die Unterstützung des HpH-Garten-Teams aus Bersenbrück. Die „kräftigen Männer“ hätten hier richtig mit angepackt. „Das war für uns eine tolle Hilfe“. „Vielleicht träume ich sogar heute Nacht von den Büchern, vermutet sie, da sie im Moment kaum etwas anderes als Sortieren mache und hofft, dass sie bis zum Wochenende alles sortiert haben. Als es an der Tür klingelt, schreckt sie leicht zusammen. Noch mehr Bücher?