Kinder erliefen 10000 Euro Neue Spielgeräte für Bramscher Grundschule Im Sande

Von Hildegard Wekenborg-Placke

Die Grundschüler freuen sich über die Spielanlage und mit ihnen (von links) Holger Bendig und Liesel Höltermann von der Bürgerstiftung, Annegret Christ-Schneider (SPD), Ortsbürgermeisterin Roswitha Brinkhus, Schulleiter Klaus Feldkamp und sein Vorgänger Klaus Dibowski. Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeDie Grundschüler freuen sich über die Spielanlage und mit ihnen (von links) Holger Bendig und Liesel Höltermann von der Bürgerstiftung, Annegret Christ-Schneider (SPD), Ortsbürgermeisterin Roswitha Brinkhus, Schulleiter Klaus Feldkamp und sein Vorgänger Klaus Dibowski. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Die Schüler liefen Runde um Runde, Bürgerstiftung, Förderverein der Schule, Stadtwerke und Gartenstadt-SPD spendeten. Zusammen kamen dabei 12.786,55 Euro. Jetzt freut sich die Grundschule Im Sande über eine große neue Spielanlage,

„So viel? Wie ist das möglich?“ Immer wieder wurde die gleiche Frage gestellt, als die neuen neue Spielgeräte am Donnerstagmorgen der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Liesel Höltermann und Holger Bendig von der Bramscher Bürgerstiftung, Bramsches Ortsbürgermeisterin Roswitha Brinkhus, Annegret Christ-Schneider für die SPD und der ehemalige Schulleiter Klaus Dibowski als Ehrengast waren gleichermaßen erstaunt über die Höhe der Summe, die bei dem Sponsorenlauf im Mai 2017 zusammengekommen war. Denn für den Löwenanteil von 10.336,90 Euro sorgten die sportlichen Grundschüler selbst. „Die Kinder sind einfach wahnsinnig gut gelaufen“, beantwortete Schulleiter Klaus Feldkamp die erstaunten Fragen. Manche Eltern mussten offenbar in Anbetracht des sportlichen Ehrgeizes ihrer Kinder richtig tief in die Tasche greifen. 10000 Euro bei rund 200 Kindern? „Das sind rund 50 Euro pro Kind“, hatte Christ-Schneider schnell ausgerechnet. „Um so erstaunlicher, als im Umfeld wirklich nicht nur gut situierte Familien leben“, gab Bramsches Ex-Bürgermeisterin Liesel Höltermann zu bedenken.

Demokratisch geplant und entschieden

„Die Kinder wissen, dass sie etwas für sich selbst tun“, beschrieb Brinkhus das Motiv für das Engagement der Grundschüler. Schließlich war auch die Idee aus der Schülerschaft gekommen. „Im Schülerparlament, dem alle Klassensprecher angehören, wird unter anderem diskutiert, was die Schule braucht und was angeschafft werden soll. Das geht richtig demokratisch zu“, erklärte Schulleiter Klaus Feldkamp. Im Plenum wurden erste Pläne ausgeheckt und „bald war klar: Es wird teuer“. Finanzierungsmöglichkeiten wurden gesucht. Bald stand der Plan für einen Sponsorenlauf. Der Ausgang ist bekannt. Die Stadtwerke legten 150 Euro drauf, die Gartenstadt-SPD 700 Euro und der Förderverein der Schule 1000 Euro. Zusätzlich gab es noch 1140 Euro von der Bürgerstiftung für ein sogenanntes Tarzanseil zum Hangeln. Neben der Spielkombination waren auch noch zwei Outdoor-Rollbretter im Wert von 500 Euro „drin“. „Wir von der Bürgerstiftung finden es gut, dass die Kinder durch neuen Geräte angehalten werden, sich zu bewegen“, freute sich Stiftungsvorsitzende Höltermann. Brinkhus veranlasste die neue Anlage zu der nicht ganz ernst gemeinten Frage: „Wollen die Kinder denn nach der Pause überhaupt wieder rein?“

Mit Hügeln und Baumstämmen

Das Spielgerät ist nur der Anfang einer grundlegenden Neugestaltung des Schulhofs. Im Frühjahr soll das Gelände nach Plänen von Grundschul-Mutter und Landschaftsarchitektin Mirja Müller-Dams und unter Einbindung der Eltern naturnäher neu angelegt werden. „Mit Hügeln und Baumstämmen zum Balancieren“, verspricht Schulleiter Feldkamp.