Bunte Mehrheit für Neubau Bramscher Politik uneins beim Thema Schevenbrücke

Von Heiner Beinke

Für die Planung einer neuen Brücke anstelle der jetzigen Schevenbrücke sind im Haushaltsplan 2018 bereits Planungskosten eingestellt. Foto: Heiner BeinkeFür die Planung einer neuen Brücke anstelle der jetzigen Schevenbrücke sind im Haushaltsplan 2018 bereits Planungskosten eingestellt. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Was wird aus der Schevenbrücke in Bramsche? Die Zukunft dieses Übergangs über die Hase ist auch ein Thema bei den Haushaltsplanberatungen in Bramsche. In der Sitzung des Stadtrates am 22. Februar fällt auch darüber eine Entscheidung.

Die Verwaltung hat in den Haushalt 2018 Planungskosten in Höhe von 25.000 Euro eingestellt. Für den eigentlichen Brückenbau im Jahr 2019 sind 225.000 Euro eingeplant. Die Brücke ist nach Angaben von Baudirektor Hartmut Greife abgängig und muss schnell durch einen Neubau ersetzt werden.

In der Politik umstritten

In der Bramscher Kommunalpolitk halten aber nicht alle eine Brücke an dieser Stelle, wenige Meter von der Brücke der Marktstraße entfernt, für notwendig. Die unterschiedlichen Auffassungen gehen quer durch die Parteien. „Nicht alles, was wünschenswert ist, ist machbar“ sagte im Ortsrat Bramsche Imke Märkl (CDU. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt erklärte Andreas Quebbemann, die CDU werde den Neubau mehrheitlich mittragen. Bei den Grünen plädierte im Ortsrat Ilka-Marlen Holtgrave mit Nachdruck für den Erhalt der traditionsreichen Verbindung in Höhe des Krankenhauses, im Ausschuss hielt Dieter Sieksmeyer das Bauwerk nicht für erforderlich.. Anette Staas-Niemeyer (FDP) möchte vor einer Entscheidung gern das Verkehrsentwicklungskonzept abwarten, während Christian Lübbe vom Koalitionspartner SPD den Ansatz begrüßte.

Gasleitung

Einen ganz pragmatischen Grund für den Neubau nannte der SPD-Fraktionsvorsitzende Oliver Neils: Unter der Brücke verlaufe eine Gasleitung zur Gartenstadt. Die unter den Fluss zu verlegen werde viel zu teuer. „Eine schöne Brücke, die dauerhaft hält und die Gasleitung aufnimmt“ sei deshalb das erklärte Ziel. Greife und auch Bürgermeister Heiner Pahlmann hatten zudem klar gemacht, dass die Zeit drängt. Sonst drohe die Sperrung der baufälligen Brücke.

Offene Wünsche

Nicht aufgenommen wurden bisher mehrere Wünsche aus den Ortsräten. Die Penter etwa möchten, dass die 70.000 Euro für die Sanierung ihres Sportplatzgebäudes aufgenommen werden. Der Ortsrat Bramsche hatte den Ausbau vn Weser- und Emsstraße auf seine Prioritätenliste nach oben gesetzt. Die erforderlichen 400.000 Euro hat die Verwaltung aber immerhin für 2019 aufgenommen.

Kurzfristig reagiert hat die Politik auf einen Wunsch aus Engter: Einhellig sprach sich der Fachausschuss dafür aus, 20.000 Euro neu in den Haushalt aufzunehmen, um die Parksituation an der Kampstraße vor dem Kindergarten Wirbelwind in Engter baulich zu entschärfen.

Sitzungstermin

Die Ratssitzung, in der der Haushalt verabschiedet wird, beginnt am Donnerstag, 22. März, um 18 Uhr im Ratssaal. Zu erwarten ist eine Reihe von Einzelabstimmungen über strittige Punkte.