Mehrheit für Entfristung Bramsche schafft Dauerstelle für Ehrenamtskoordination

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Ehrenamtskoordinatorin in Bramsche ist zur Zeit Maria Stuckenberg. Die Stelle soll unbefristet eingerichtet werden. Archivfoto: Heiner BeinkeEhrenamtskoordinatorin in Bramsche ist zur Zeit Maria Stuckenberg. Die Stelle soll unbefristet eingerichtet werden. Archivfoto: Heiner Beinke

Bramsche. Mit den Stimmen der SPD-FDP-Ratsmehrheit und der Linken hat der Finanzausschusss des Bramscher Stadtrates die unbefristete Einrichtung einer Teilzeitstelle für Ehrenamtskoordination empfohlen. Die endgültige Entscheidung fällt der Stadtrat am 22. Februar.

Die jetzige Stelleninhaberin Maria Stuckenberg zeige viel Engagement und habe bereits verschiedene Projekte aufgebaut, meinte für die SPD Klaus Kossak. Die Entstehung sei „historisch ganz anders“ gewesen, widersprach für die CDU Andreas Quebbemann der Darstellung, die Stelle sei von Anfang an für diese Aufgabe gedacht gewesen. Vielmehr sei es auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise mit dem völlig überfüllten Lager in Hesepe notwendig gewesenn, die vielfältigen Hilfen zu Koordinieren. Dafür sei die Stelle eingerichtet worden, mit der eingetretenen Reduzierung der Flüchtlingszahlen sei sie damit auch nicht mehr nötig, argumentierte er.

Gegen eine Entfristung hatte sich auch Marius Thye ausgesprochen. Der Ratsherr der Grünen wollte damit allerdings nur mehr Flexibilität bei der Planung für die Stadt erreichen, die Aufgabe an sich hielt er für sinnvoll. Bei der Abstimmung enthielt er sich.

Die Stelle sei „ausdrücklich nie“ ausschließlich für die Landesaufnahmestelle und die Koordination der Flüchtlingshilfe gedacht gewesen, widersprach Bürgermeister Heiner Pahhlmann Quebbemann. Er nannte das Freiwilligen-Forum und Rat und Tat in Engter als Beispiele für ehrenamtliche Aktivitäten, die von der Ehrenamtskoordinatoirn gestützt würden. Das Bramscher Beispiel mache inzwischen im Landkreis Schule. Angesichts des Erfolges wäre aus Sicht des Bürgermeisters „ein Riesenfauxpas“, diese Stelle zu streichen. Unterstützt wurde die Argumentation von Bernhard Rohe (Linke): „Wir brauchen da eine stabile Anlaufstelle“.

Alle Beteiligten betonten, es gehe ihnen in der öffentlichen Debatte um die Position und nicht die Person. Auch Andreas Quebbemann betonte, Maria Stuckenberg leiste gute Arbeit.


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