„Überhitzte Baukonjunktur“ Sanierungsbeginn am Bramscher Krankenhaus verzögert sich

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So soll das Bramscher Krankenhaus nach der Sanierung aussehen. Wegen der konjunkturellen Lage verzögert sich aber der Baubeginn. Grafik GSP ArchitektenSo soll das Bramscher Krankenhaus nach der Sanierung aussehen. Wegen der konjunkturellen Lage verzögert sich aber der Baubeginn. Grafik GSP Architekten

Bramsche. Der für Ende Februar 2018 Baubeginn für die Sanierung der Bramscher Niels-Stensen-Kliniken verzögert sich. Grund ist, so der Geschäftsführer des Trägerverbundes, Werner Lullmann, die überhitzte Baukonjunktur.

Wie Lullmann und die Verwaltungsdirektorin des Bramscher Hauses Gudula Thiemann, am Dienstagnachmittag mitteilten, seien die Ausschreibungen für das vom Land Niedersachsen mit 15,5 Millionen Euro gegenfinanzierte Objekt im Herbst wie geplant erfolgt. „Als wir dann kurz vor Weihnachten die Angebote bekamen, waren wir doch sehr ernüchtert“, so Lullmann. Allein beim Rohbau und den Technischen Gewerkenhätten die kalkulierten Kosten 20 bis 25 Prozent über den zunächst angenommenen gelegen. Die Mehrkosten für die grundlegende Sanierung des Hauses würden sich demnach auf 3,5 bis vier Millionen Euro belaufen und den zunächst angenommenen Kostenrahmen von insgesamt 18 Millionen weit überschritten.. „Es hat sich niemand verrechnet“, unterstrich Lullmann. „Die Kostensteigerung ist eindeutig eine Folge der konjunkturellen Entwicklung“.

Projekt nicht gefährdet

In Anbetracht der aktuellen Zahlen entschloss sich der Verbund in Absprache mit dem Sozialministerium in Hannover, die Notbremse zu ziehen und die Maßnahme mit Ausnahme einiger kleiner Gewerke neu auszuschreiben. „Eine derartige Kostensteigerung können wir weder den Mitarbeitenden, den Patienten noch der Allgemeinheit zumuten“. Von der modifizierten Neuausschreibung erhofft sich der Klinikträger, nach einer Studie der IHK Osnabrück-Emsland mit Abstand der größte Arbeitgeber in der Region, eine sichtbare Senkung der Kosten.

Wahrscheinlich Mitte Juni statt Mitte Februar sollen jetzt die Handwerker anrücken, um zunächst das „besonders sanierungsbedürftige“ Haus 3, also den alten OP-Bereich, zu entkernen und auf einen für die Innere Medizin den heutigen Anforderungen angemessenen Stand zu bringen. Zwei Jahre sind für die Arbeiten eingeplant. Die Arbeiten am Riegelbau Haus 2 mit Patientenzimmern, Funktions-, Therapie- und Gemeinschaftsräumen für die Psychiatrie so sich, so Lullmann, unmittelbar anschließen.

Mit dem Sozialministerium in Hannover sei das Vorgehen abgestimmt. Auch die Stadt Bramsche sei bereits informiert. „Das Projekt in sich ist ausdrücklich nicht gefährdet“, unterstrich er: „Im Juni geht‘s los. „Die vier Monate Verzögerung sind zwar ärgerlich, bei einer Bauzeit von dreieinhalb Jahren aber zu verschmerzen.“


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