Ausstellung „Schule im Museum“ Schüler präsentieren Kunstwerke im Bramscher Museum

Von Holger Schulze

Museumsleiterin Kerstin Schumann, Kunstlehrerin Kerstin Tieste (hintere Reihe, Erste und Zweite von rechts) mit einigen Schülerinnen der Realschule, deren Arbeiten derzeit im Rahmen der Ausstellung „Schule im Museum“ zu sehen sind. Foto: Holger SchulzeMuseumsleiterin Kerstin Schumann, Kunstlehrerin Kerstin Tieste (hintere Reihe, Erste und Zweite von rechts) mit einigen Schülerinnen der Realschule, deren Arbeiten derzeit im Rahmen der Ausstellung „Schule im Museum“ zu sehen sind. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Collagen, farbenfrohe Malereien, filigrane Schwarz-Weiß-Zeichnungen, Tierportraits, Landschaftsimpressionen, dreidimensionale Objekte und eine große Bambusinstallation mit roten Fäden - all dies hatten die Schülerinnen und Schüler der Realschule im Kunstunterricht gestaltet. Am Wochenende wurde mit den Arbeiten die Ausstellung „Schulen im Museum“ in der Kornmühle des Tuchmacher Museums eröffnet.

Für die Museumsleiterin Kerstin Schumann ist es eine „tolle, abwechslungsreiche Ausstellung, mit einer großen Bandbreite an Themen und Techniken, vielen Ideen, Kreativität und viel Arbeit“. Die Arbeiten der Jahrgangsstufen sieben bis zehn würden sich mit den Themen des Museums auseinandersetzen und auch das Museumsmaterial engagiert aufgreifen und verwenden.

Der Auftakt der neuen Ausstellungsreihe „Schulen im Museum“ hätte nicht besser sein können, lobte Kerstin Schumann die Realschüler und ihre Kunstlehrerin Kerstin Tieste und wünschte der Ausstellung, dass sie „im wahrsten Sinne des Wortes Schule macht“.

„Ihr habt supertoll gearbeitet, mit viel Energie und Intensität“, mit diesem Kompliment an ihre Schüler eröffnete Kerstin Tieste ihre erläuternden Worte zur Ausstellung. Es sei eine schwere Entscheidung gewesen, welches Bild ausgestellt wird und welches nicht. Der Kunstunterricht habe ihr als Kunstlehrerin zudem die Möglichkeit gegeben, die Schüler in „ganz anderen Arbeitsprozessen zu erleben, als es in den meisten Schulfächern möglich ist.“

Zur Veranschaulichung schilderte Kerstin Tieste zwei charakteristische Arbeitsweisen: Der Logiker würde „aufs Äußerste genaue Linien setzen, messen, tüfteln, radieren und an komplexen perspektivischen Lösungen arbeiten, dabei exakte Ergebnisse erwarten und auch manchmal am eigenen Anspruch zweifeln oder gar verzweifeln. Dem entgegengesetzt gibt es Schüler, die mit selbstsicherem Schwung Malspuren auf dem Blatt hinterlassen. Die Pinsel müssen groß sein, der Farbtopf wird zügig geleert, Überschwemmungen und Farbspritzer werden mit eingearbeitet.“ Diese kreativen Schüler würden auch gerne „außerhalb des Blattes Tische und Stühle als Malflächen miteinbeziehen und sich keinen Kopf um nichts machen“, berichtete Kerstin Tieste von ihren Beobachtungen aus dem Kunstunterricht.

Nach interpretierenden Hinweisen zur großen Installation, die mit grünen Bambusstäben und roten Fäden die Themen Schlachtfeld, Krieger, Machthaber und Lebenswege von gefallenen Soldaten visualisiert, kam Kerstin Tieste zu ihrem abschließenden Appell: „Wir dürfen nicht vergessen, uns über Frieden Gedanken zu machen und dafür zu sorgen, dass Frieden erhalten bleibt“.

Das Schlusswort in der Vernissage, die musikalisch von der Siebtklässlerin Virginia Morasch am Flügel begleitet wurde, hatte Realschulleiterin Barbara Otte-Becker. Es sei „gut und macht Spaß, wenn Schule sich in einem außerschulischen Bereich präsentieren darf“, stellte sie fest und dankte für die gute Zusammenarbeit mit dem Museum und der Stadt beim gemeinsamen „Ziel, die Kreativität der jungen Menschen sichtbar zu machen und Nachdenklichkeit und Freude bei den Besuchern zu wecken“.

Noch bis zum 11. März sind die Arbeiten der Realschüler im Museum zwischen 10 und 17 Uhr zu sehen.