Stelen-Ausstellung in St. Johannis Projekt „KraftWort Frieden“ zu Gast in Bramsche

Von Sigrid Schüler

Friedrich Hillen erläutert vor den Stelen die Idee zum Projekt „KraftWort Frieden“. Foto: Sigrid SchülerFriedrich Hillen erläutert vor den Stelen die Idee zum Projekt „KraftWort Frieden“. Foto: Sigrid Schüler

Bramsche. Frieden ist das, was sich wohl alle Menschen wünschen. Aber wie kann er erreicht oder bewahrt werden? Ein solches oder ähnliches Nachdenken über Frieden und die möglichen Wege dorthin möchte die derzeitige Stelen-Ausstellung in der St. Johanniskirche der Bramscher Gartenstadt anregen.

Die Idee zu einem besonderen Projekt zum Frieden sei im Ausschuss für Mission, Entwicklung und Frieden der Pfarreiengemeinschaft Artland entstanden, erklärte Friedrich Hillen als Mitglied dieses Ausschusses. Man habe ein Zeichen setzen wollen für Frieden und Gerechtigkeit. Unterstützung holte sich der Ausschuss bei der Berufsbildenden Schule in Bersenbrück. In einem Ideenwettbewerb hätten Schüler der Abteilung Gestaltung den Vorschlag gemacht, mit Skulpturen in Form von Stelen für den Frieden zu werben, so Hillen weiter. Auszubildende der Firma Stahlbau Hülsmann aus Bersenbrück bauten die Metallkörper, die nach oben mit Glasplatten abgeschlossen sind und auf deren Vorderseite die Worte Peace, Salam, Paix, Mir, Shalom und Frieden zu lesen sind. Von innen sind die Stelen beleuchtet.

Die Glasplatten fertigte der Glaskünstler Klaus Happeck in Pilsum. In verschiedenen Farben hat er Wege und Pfade gemalt. „Jeder ist aufgefordert, den Weg zu Frieden und Gerechtigkeit zu gehen“, erklärt Hillen. Dass die Stelen auf normalen Holzpaletten stehen, ist Absicht, sagt er. Die sollen nämlich ein Symbol dafür sein, dass der Gedanke an Frieden etwas ist, dass in der ganzen Welt Verbreitung finden soll. Die Lichtinstallation ist somit eine internationale und interkulturelle Aufforderung, dass jeder Mensch nach seinen Möglichkeiten einen Weg findet, sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen.

Die Stelen seien schon in verschiedenen Kirchen zu sehen gewesen, so Hillen weiter, und er hoffe, dass sie noch in vielen weiteren Gemeinden gezeigt werden. Zudem freue er sich sehr, wenn er in der kommenden Woche mit den Konfirmanden von St. Johannis über das Thema sprechen könne.

Pastor Arne Hüttmann nahm in seiner Predigt Bezug auf die Ausstellung. Er stellte die provozierende Frage, ob Religion Sinn mache. Wenn man Religion nicht nur hat, sondern lebt, wenn man auf andere Menschen zugeht und sich gegen Ungerechtigkeit engagiere, dann mache Religion Sinn, so der Pastor. Denn die Kirche sei für Menschen da und habe keinen Selbstzweck.

Die Stelen des Projektes „KraftWort Frieden“ sind zwei Wochen in der St. Johanniskirche zu sehen und können dann von anderen Gemeinden als Anstoß für lokale Friedensarbeit kostenlos ausgeliehen werden.