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Zu den Lohwiesen abgelehnt Bramscher müssen weiter auf Hundefreilauf warten

Von Heiner Beinke

Ein Freilauf für Hunde lässt in Bramsche weiter auf sich warten. Foto: dpaEin Freilauf für Hunde lässt in Bramsche weiter auf sich warten. Foto: dpa

Bramsche. Die Bramscher müssen weiter auf den ersten Hundefreilauf warten: Der Ausschuss für Stadtentwickung und Umwelt hat den Standort Zu den Lohwiesen abgelehnt. Allerdings wird das Geld für eine solche Anlage in den Haushalt eingestellt, um bei einer geeigneteren Fläche schnell handeln zu können.

Unmittelbar vor der Ausschusssitzung am Dienstag hatte der Ortsrat Pente getagt, nachdem sich herausgestellt hatte, dass die fragliche Fläche auf Penter und nicht auf Bramscher Grund liegt. Einstimmig lehnten die Ortsratsmitglieder den Freilauf an dieser Stelle ab: Bei einem Ortstermin habe sich gezeigt, dass alle Beteiligten von der Idee „wenig begeistert“ seien, wie Ortsbürgermeister Frank Kresin zusammenfasste: Der Landwirt, der den benachbarten Acker bewirtschaft, fürchte zusätzliche Beeinträchtigungen. Außerdem sei die Fläche ein beliebter Rückzugsraum für Wildtiere, der wohl verloren gehen würde, wenn hier Hunde herumtollen.

Pächterin überrascht

Die Zuwegung sei nicht ideal und die Pächterin, die die Fläche gerade erst für ihre Pferde angepachtet habe, wisse nicht, wo sie mit ihren Tieren bleiben soll, wenn es hier „Pferde weg, Hunde hin“ heiße. Kresin kritisierte obendrein, dass die Pächterin wie auch der Ortsrat von dem Vorhaben nur „aus der Presse“ erfahren hätten. Für die Verwaltung erläuterte Tangemann, dass das Projekt ursprünglich im Ortsrat Bramsche diskutiert worden sei, sich dann aber herausgestellt habe, dass die Fläche auf Penter Grund liege.

Bürgerversammlung

Im Fachausschuss herrschte anschließend auch Einigkeit, dass ein solcher Hundefreilauf nur im Bereich der Stadt Bramsche und damit im Zuständigkeitsbereich des Ortsrates Bramsche sinnvoll sei. Anette Staas-Niemeyer (FDP) hat in Gesprächen mit Hundebesitzern herausgehört, dass viele gar nicht unbedingt eine eingezäunte Fläche wollen, sondern eher einen Bereich, in dem der Leinenzwang aufgehoben wird, eventuell auch nur zu bestimmten Zeiten. Sie schlug vor, sich Zeit für eine Versammlung zu nehmen, auf der Bürger sagen können, was sie sich wünschen. Roswitha Brinkhus (SPD) bat darum, dabei zu bedenken, dass es Menschen gebe, die „panische Angst“ vor freilaufenden Hunden hätten.

Einigkeit herrschte im Ausschuss, dass es bei diesem Thema, das vielen Menschen offenbar wichtig sei, nicht so sehr auf eine schnelle Lösung ankomme, sondern darauf, die Bedürfnisse genau zu ermitteln. Das müsse nicht mit einem solchen Tempo „durchgepeitscht“ werden, kritisierte Andreas Quebbemann (CDU).