Steuerungsgruppe hat getagt Bramsche auf gutem Weg zur „Fairtrade-Stadt“

Von Holger Schulze

André Pfänder, Christiane Wagner, Volker Rohmann, Maria Stuckenberg, Elisabeth Drewes, Heiner Pahlmann und Konrad Notzon sind zuversichtlich: Bramsche wird jetzt zeitnah „Fairtrade-Town“. Foto: Holger SchulzeAndré Pfänder, Christiane Wagner, Volker Rohmann, Maria Stuckenberg, Elisabeth Drewes, Heiner Pahlmann und Konrad Notzon sind zuversichtlich: Bramsche wird jetzt zeitnah „Fairtrade-Town“. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Bramsche befindet sich in zügiger Gangart auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“. Mit einem entsprechenden Ratsbeschluss wurde eine von insgesamt fünf Voraussetzungen erfüllt, um dieses Siegel erhalten zu können. Jetzt hofft die inzwischen aktiv mit der Umsetzung des Vorhabens beschäftigte Steuerungsgruppe, bis zum Sommer auch die anderen Kriterien erfüllt zu haben.

Es war ein Fairtrade-Frühstück im September 2016 im Gemeindehaus von St. Martin, bei dem Manfred Holz, Ehrenbotschafter und Mitbegründer von TransFair, die Zertifizierungskriterien für den Titel Fairtrade-Town vorstellte und hoffte, „dass ich nächstes Jahr mit der großen Urkunde hierher kommen und sagen kann, Bramsche ist Fairtrade-Town“.

535 Mitgliedskommunen

535 faire Kommunen gibt es bereits in Deutschland. Über 2000 in 30 Ländern sind es derzeit weltweit, so gibt es die Webseite der Kampagne bekannt. „Fairtrade-Towns fördern gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den fairen Handel in ihrer Heimat stark machen“, ist dort zu lesen.

Auch wenn sich die Hoffnung von Manfred Holz nun etwas später erfüllt, das Steuerungsteam, ihm gehören derzeit Elisabeth Drewes, Anne Mailänder, Maria Stuckenberg, Christiane Wagner, Konrad Notzon, André Pfänder, Volker Rohmann und Ernst-August Rothert an, zeigte sich bei einer Information über die ersten Zwischenergebnisse von der breit aufgestellten Bereitschaft aus Handel und Gastronomie zum Mitmachen und Vernetzen angetan.

Erste Erfolge

So sind die beim Zertifizierungskriterium „fair gehandelte Produkte im Einzelhandel, in der Gastronomie, in Schulen, Kirchen und Vereinen“ erforderlichen Mindestvoraussetzungen bereits jetzt durch Zusagen oder schon bestehende Initiativen erfüllt.

Dies soll jedoch nicht heißen, dass sich die Steuerungsgruppe hiermit zufrieden gibt. Es besteht weiterhin die Hoffnung und das Bestreben, dass sich noch weitere Betriebe anschließen. Denn schließlich sei es eine Win-Win-Situation für alle, wurde auf der Sitzung einmütig festgehalten. In den Herstellungsländern werde durch einen fairen Handel die soziale Situation der dortigen Menschen verbessert. Und hier bei uns erhielten die beteiligten Händler durch die Teilnahme an dieser öffentlichkeitswirksamen Kampagne die Möglichkeit, mit einem zusätzlichen Herausstellungsmerkmal im Rahmen ihrer Eigenwerbung auf sich aufmerksam zu machen.

„Es ist eine dauerhafte Aufgabe, das Bewusstsein für die sozialen Problematiken in der Herstellungsländern zu wecken und in den Köpfen zu verankern“, war sich das Steuerungsteam einig. Dies wird in Bramsche jetzt durch weitere Aktionen von Schulen, Kirchen und Vereinen sowie durch die Intensivierung der Medienpräsenz geschehen. Denn hiermit werden die beiden letzten Voraussetzungen für den Erhalt des Siegels erfüllt.

Der nächste konkrete Schritt ist bereits für den 27. Februar, ab 19 Uhr, im Tuchmacher Museum angesetzt. Im Rahmen des ersten „Stadtgesprächs“, erhalten Interessierte weitere Informationen zum Projekt „Fairtrade-Town Bramsche“.

Wer sich darüber hinaus selbst aktiv in diese Initiative einbringen will, findet in der Ehrenamtskoordinatorin Maria Stuckenberg die richtige Ansprechpartnerin. Erreichbar ist Maria Stuckenberg über die Telefonnummer 83144.