Siegerehrung im Ideenwettbewerb Architekt will Bramscher „Schatz“ heben helfen

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Nach der Preisverleihung im Ratssaal: Hartmut Greife, Klaus und Verena Trojan, Heiner Pahlmann und Christoph Schonhoff (v.l.). Foto: Heiner BeinkeNach der Preisverleihung im Ratssaal: Hartmut Greife, Klaus und Verena Trojan, Heiner Pahlmann und Christoph Schonhoff (v.l.). Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Der Sieger beim Städtebaulichen Ideenwettbewerb für das Bahnhofsumfeld in Bramsche wird auch die planerische Umsetzung begleiten. Er freue sich auf diese Aufgabe, sagte Klaus Trojan bei der Preisübergabe im Rathaus. Zur Preisverleihung war auch Christoph Schonhoff als Vertreter des drittplatzierten Büros gekommen.

Wie berichtet, hatten sich Klaus und Verena Trojan aus Darmstadt mit ihrem Entwurf unter sieben eingereichten Arbeiten durchgesetzt. Es sei ein „schlüssiges Konzept und ein überzeugender Entwurf“, sagte Bürgermeister Heiner Pahlmann. Mit dieser Grundlage „heben wir einen Schatz für die zukünftige Entwicklung Bramsches, war der Bürgermeister überzeugt. In diesem Sinne gratulierte er nicht nur den Preisträgern, sondern auch „allen Bramschern und denen, die künftig dorthin ziehen werden“.

Viel Arbeit in Entwürfen

Baudirektor Hartmut Greife sah in der nun beginnenden Arbeit zugleich Herausforderung und Verantwortung: „Wir bauen einen neuen Stadtteil“. Er würdigte auch die anderen Arbeiten , in denen „unendlich viel Arbeit steckt“. Diesem Aufwand sei das Preisgericht mit seiner gewissenhaften Bewertung gerecht geworden. Es sei ihm wichtig, möglichst viele der Ideen aufzunehmen. In den nächsten Jahren gelte es, im Bahnhofsumfeld die Weichen zu stellen.

Bramsche schon bekannt

Bramsche war dem Sieger schon vor dem Wettbewerb ein Begriff: Er sei mit seiner Frau schon mehrfach in Kalkriese bei der Varusschlacht gewesen, verriet Trojan. Und auch seine Partnerin vom Berliner Büro Lützow 7 habe Ortskenntnisse eingebracht: Cornelia Müller sei auch als Dozentin in Osnabrück tätig. Für Trojan war es besonders spannend, die landschaftlichen und topographischen Gegebenheiten im Bahnhofsumfeld mit Hangkante und Flurstruktur aufzunehmen. Wichtig ist es ihm, die Ost-West-Verbindungen des neuen Stadtteils zu stärken. Die Bahnlinie werde künftig keine Barriere mehr sein.

Anger als Mittelpunkt

Insgesamt sollen im Plangebiet rund 400 Wohneinheiten, verteilt auf zwei Stadtquartiere entstehen. Zentrales Element ist der verbindende Anger. Mit seinen Gemeinschaftsbauten und offenen Flächen stehe er für „räumlich Mitte und Urbanität“.

Zur Preisverleihung waren Klaus und Verena Trojan extra schon am Vorabend angereist, um sich ein Bild von der Stadt zu machen. „Wir freuen uns schon, wiederzukommen“, blickt auch der Architekt optimistisch in die gemeinsame Zukunft.

Die Ausstellung mit den Arbeiten zum Ideenwettbewerb ist montags bis freitags während der Öffnungszeiten des Rathauses im Ratssaal zu sehen. Außerdem gibt es Führungen, und zwar am Donnerstag, 15. Februar, um 16 und um 17 Uhr sowie am Samstag, 17. Februar, um 10 und um 11 Uhr.


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