Was soll Museum leisten? Ausschuss will Diskussion über Bramscher Tuchmacher-Museum

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Als produzierendes Museum hat das Tuchmacher-Mueum einen besonderen Reiz. Über dessen Zukunft möchte die Kommunalpolitik reden. Foto: Oliver PrachtAls produzierendes Museum hat das Tuchmacher-Mueum einen besonderen Reiz. Über dessen Zukunft möchte die Kommunalpolitik reden. Foto: Oliver Pracht

Bramsche. Was soll das Tuchmacher-Museum leisten? Mit dieser Frage will sich die Bramscher Kommunalpolitik intensiver befassen. Der Ausschuss für Schule und Kultur hat sich darauf verständigt, das Museum zum Schwerpunktthema einer der nächsten Sitzungen zu machen.

Im Zuge der Haushaltsplanberatungen kam das Thema in der letzten Sitzung am Dienstagabend auf. Beim „Produkt Tuchmacher-Museum“ stehen Ausgaben von einer knappen halben Million Euro unter anderem für Personal, Gebäudeunterhaltung und Bewirtschaftung Einnahmen in Höhe von knapp 100.000 Euro durch Benutzungsgebühren, Einnahmen aus Veranstaltungen und Erträgen aus Verkauf und Mieten gegenüber. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 12287 Besucher gezählt, 2016 waren es 11095, im Jahr davor 11902.

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Handlungsbedarf

„Was können wir tun, damit das Museum einen Aufwärtsschwung erfährt?“, fragte in der Sitzung Annegret Christ-Schneider (SPD). Es habe dazu auch schon Gespräche mit der Museumsleitung gegeben. „Wir müssen gucken, dass sich da etwas bewegt“, sah sie hinsichtlich der Besucherzahlen Handlungsbedarf. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 hatte die damalige Museumsleiterin Susanne Meyer verkündet, das Tuchmacher-Museum habe seine Besucherzahlen entgegen dem Landestrend konstant gehalten - bei 29291 Besuchern.

„Die Problematik haben wir auch gesehen“, hielt es in der Sitzung Dieter Sieksmeyer für geboten, über die Konzeptionierung des Hauses nachzudenken. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen blickte allerdings mehr auf die Kostenseite und fragte, ob das Museum denn unbedingt einen wissenschaftlichen Ansatz brauche. Sonst sei es ja kein vollwertiges Museum, entgegnete Anne Christ-Schneider.

Der Ausschussvorsitzende Rainer Höweler erinnerte daran, dass solche Diskussionen schon in der letzten Wahlperiode geführt worden seien. Für die Linke hob Josef Riepe hervor, dass alle Parteien hinter dem Museum stünden.

Der Erste Stadtrat Ulrich Willems regte an, das Museum zum Schwerpunktthema vielleicht schon bei der nächsten Sitzung zu machen. Dann müsse die Frage geklärt werden, „was das Museum leisten kann und soll“. Dort passiere „eine ganze Menge hinter den Kulissen“, sagte Willems.

„Diskrepanzen“ bei Kreismusikschule

Diskussionen gibt es auch um den Bramscher Beitrag zur Kreismusikschule. Dort gebe es „gewisse Diskrepanzen“, die unter anderem die räumliche Unterbringung beträfen, meinte Willems. „Wir müssen vermeiden, dass wir da einen Zusatzbeitrag bezahlen müssen“, meinte Willems. Unterstützung signalisierte Dieter Sieksmeyer: Die Musikschule könne keine Sonderforderungen stellen.

Einig war der Ausschuss bei der Unterstützung für den Begabtenverbund. Der Vortrag über die Arbeit des Verbundes in der letzten Sitzung habe „alle begeistert“, sagte Anette Marewitz (SPD). Die gewünschten 2000 Euro zur Finanzierung eines Konzeptes wurden einhellig bewilligt.


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