Beginn Mitte Juni 2018 Bramscher Kino „Universum“ wird saniert

Von Björn Dieckmann

Während der Renovierung wird eine Außenwand (links im Bild) des Kinosaals im „Universum“ Bramsche gedämmt. Außerdem werden neue Leitungen verlegt und das Dach saniert. Archiv-Foto: Johannes KapitzaWährend der Renovierung wird eine Außenwand (links im Bild) des Kinosaals im „Universum“ Bramsche gedämmt. Außerdem werden neue Leitungen verlegt und das Dach saniert. Archiv-Foto: Johannes Kapitza

Bramsche. Das Kino „Universum“ in Bramsche wird im Frühsommer 2018 für mehrere Wochen geschlossen. Grund sind umfangreiche Sanierungs- und Renovierungsarbeiten.

Am 18. Juni 2018 soll der Startschuss sein, erklärt Jessica Mack, die Geschäftsführerin des „Universum“-Vereins als Träger des Filmtheaters. „Wir werden dann Verbesserungen am Raumklima – sprich energetische Maßnahmen – und am Brandschutz vornehmen“, kündigt Mack an. So soll das „Universum“ eine neue Dämmung erhalten an der Außenwand zum Grundstück der ehemaligen Drogerie Müller hin. „Da ist die Mauer gerade mal 12 Zentimeter dick, dagegen kann man gar nicht anheizen“, macht Mack deutlich.

Sehr viel Arbeit werde auch bei den Elektroinstallationen anfallen. „Wir haben hier noch sehr viele Kabel liegen, die Jahrzehnte alt sind, teilweise mit Teer ummantelt“, sagt Kino-Leiter Uli Holstein. Es sei also nicht nur Ziel, die Technik auf einen neuen Stand zu bringen, „nachdem wir in letzter Zeit auch wegen des uralten Schaltkastens im Vorführraum schon einige Schwierigkeiten hatten“, so Holstein. Neue Leitungen zu verlegen, sei vielmehr auch ein Aspekt, um dem vorbeugenden Brandschutz Genüge zu tun. Auch eine neue Blitzschutzanlage solle deshalb auf dem Gebäude installiert werden, ergänzt Geschäftsführerin Mack. „Da können wir uns nicht mehr auf Bestandsschutz berufen“, sagt sie.

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Auch das Dach wird saniert

Noch vor diesen Arbeiten und womöglich auch noch parallel dazu wird zudem das Dach des Filmtheaters saniert. Diese Arbeiten werden vom Eigentümer übernommen, mit dem der „Universum“-Verein 2017 einen neuen, zehn Jahre geltenden Pachtvertrag abgeschlossen hatte. „Es ist infolge der schlechten Dämmung der Außenwand und des schadhaften Daches bereits zu Beschädigungen am Stuck im Kinosaal gekommen“, erläutert Mack. Die Decke sei zudem Gips abgehängt, so Holstein. „Wenn da Wasser reinläuft, ist das natürlich schlecht“, sagt der Kino-Leiter. Zum Abschluss der Arbeiten, die rund drei Wochen dauern sollen, wird der Kinosaal zudem einen neuen Anstrich bekommen.

Ursprünglich sollte die Sanierung bereits im Januar durchgeführt werden. Dass es dazu noch nicht kam, sei „Glück im Unglück“, meint Jessica Mack. Denn ein Kino im Winter schließen zu müssen, „das ist immer blöd“. Außerdem habe der „Universum“-Verein bis vor Kurzem noch auf Förderzusagen gewartet. Jetzt stehe fest, dass das Landesministerium für Wissenschaft und Kultur einen Zuschuss von 16.000 Euro gebe und die Nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen 10.000 Euro. „Das ist dann fast die Hälfte dessen, was investiert werden muss“, freut sich Mack über diese finanzielle Unterstützung. Gleichwohl räumt sie ein, „dass es unserem Verein natürlich nicht leicht fällt, Kosten in dieser Höhe zu stemmen.“ In den vergangenen Jahren sei aber schon nach und nach etwas zurückgelegt worden. „Es war ja absehbar, dass das auf uns zukommen wird“, betont Mack. Welche Arbeiten überhaupt erforderlich sind, habe der städtische Gebäudemanager Christian Müller in einer Bestandsaufnahme ermittelt, während der Sanierung stehe mit Leonhard Mantke ein weiterer Mitarbeiter des städtischen Bauamts mit Rat und Tat zur Seite, lobt Mack zudem die große Unterstützung seitens der Stadtverwaltung.

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