Jugend trainiert für Olympia Bramscher Gymnasium gewinnt Turn-Bezirksentscheid

Von Judith Perez


jup Engter. Das Greselius Gymnasium Bramsche hat in der Wettkampfklasse II den Bezirksentscheid Weser-Ems „Jugend trainiert für Olympia“ im Gerätturnen gewonnen. Am Mittwoch fanden dazu die Wettkämpfe in Engter statt. Neun Mannschaften nahmen insgesamt teil.

In der Wettkampfklasse II lagen Lisa Heinze, Kim Klinger, Lia Becker, Lotta Ava Brüggemann und Maj Kühlers mit 191,20 Punkten klar den Titel vor der Ursulaschule Osnabrück (154,85 Punkte). Damit haben sie sich für den Landesentscheid im März qualifiziert und hoffen nun auf den im April stattfindenden Bundesentscheid in Berlin. In der Wettkampfklasse IV holten die Jüngsten in der Mannschaft den zweiten Platz nach dem Gymnasium Melle.

Teamgeist

An verschiedenen Gerätbahnen mit Schwebebalken, Bank, Reck, Parallelbarren, Seilen und Boden zeigten die Turnerinnen eine festlegte Kür. Dabei zeigten sie an zwei Gerätebahnen einzeln ihr Können. An Gerätebahn C kam es darauf an, zu zweit oder als komplettes Team synchron zu turnen. Übungen wie Hockwende über eine Bank oder Handstand-Abrollen am Boden wurden dann begutachtet. Die Wertung erfolgte aber immer für eine komplette Mannschaft, auch bei den Einzelbahnen. Denn Teamgeist wird als ein zentraler olympischer Wert und als ein wesentliches Ziel bei der sportlichen Talentsichtung groß geschrieben.

Sechs Stunden Training

Lenya ist eine der Jüngsten der Bramscher Turnerinnen und trainiert bereits seitdem sie fünf ist. „Dreimal in der Woche zwei Stunden, aber das ist zu schaffen mit anderen Verpflichtungen, wie Schule“, meint die 10-Jährige und strahlt. Ihr Lieblingsgerät? „Boden, Barren, Schwebebalken - eigentlich alles“, meint sie und zeigt dann sogleich ihr Können auf dem Schwebebalken. Die beiden Trainerinnen Claire-Sophie Lemke und Franca Enz, beide Klasse 12 am Greselius geben letzte Tipps, bevor ihre Schützlinge vor den Kampfrichtern auftreten müssen. „Bauch rein, nicht zu sehr ins Hohlkreuz“, heißt es da. Aber immer mit einem Lächeln oder wohlwollendem Schmunzeln. Nach erfolgtem Auftritt kommen die einzelnen Turnerinnen zurück in ihre Gruppe, klatschen ab, werden gelobt und atmen erst einmal tief durch. Nun heißt es weiter Daumen drücken für den Bundesentscheid in Berlin.