Arbeitsniederlegung bis Samstagmorgen 24-Stunden-Streik bei Nexans und Essex in Bramsche hat begonnen

Von Marcus Alwes


Bramsche. In der Tuchmacherstadt hat am Morgen in den Betrieben der Kabelhersteller Nexans und Essex der 24-Stunden-Warnstreik der Beschäftigten begonnen. Zu der Arbeitsniederlegung hat die IG Metall aufgerufen.

Die Gewerkschafter wollen damit in der laufenden Tarifrunde ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Unter anderem geht es um sechs Prozent mehr Lohn für die Arbeitnehmer, die die IG Metall verlangt.

„Wir schreiben hier ein kleines Stück Bramscher Geschichte“, sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall, Stephan Soldanski: „Es ist der erste 24-Stunden-Warnstreik unserer Gewerkschaft in der Stadt überhaupt.“ Nur eine Notbesetzung – jeweils 25 Beschäftigte auf drei Schichten verteilt – sorge in beiden Betrieben dafür, dass bis Samstagmorgen um 6 Uhr die Maschinensicherheit und gegebenenfalls die Wartung der Geräte garantiert seien, erläuterte Soldanski.

Das Streiklokal im Bramscher Hafengebiet, die „Anglerhütte“, ist seit den frühen Morgenstunden am Freitag Anlaufpunkt der insgesamt 260 Arbeitnehmer. Hier werden sie mit Nudelsalat, Currywurst und Brot sowie alkoholfreien Getränken versorgt, zudem werden durch Gewerkschaftsangestellte die Streikkarten ausgestellt. Der Musiker Heiko Fänger sorgt mit seiner Gitarre für Unterhaltung.

Gewerkschaftssprecher Soldanski betonte in einer Ansprache vor seinen Kollegen: „Die Arbeitgeber haben sich das selber eingebrockt. Sie haben sich einer Lösung am Verhandlungstisch versperrt und sich in entscheidenden Punkten, sowohl beim Geld als auch bei der Arbeitszeit, nicht auf uns zu bewegt.“