Ortsrat stimmt Planänderung zu Kita-Erweiterung in Ueffeln auch baurechtlich auf dem Weg

Von Björn Dieckmann

In Ueffeln soll die Kindertagesstätte noch näher an die Voßstraße rücken, um in einem Anbau eine Krippengruppe einzurichten. Foto: Björn DieckmannIn Ueffeln soll die Kindertagesstätte noch näher an die Voßstraße rücken, um in einem Anbau eine Krippengruppe einzurichten. Foto: Björn Dieckmann

Ueffeln. Die Erweiterung der Kindertagesstätte St. Marien in Ueffeln für eine Krippengruppe ist nun auch baurechtlich auf den Weg gebracht: Der Ortsrat hat einer Änderung des Bebauungsplans zugestimmt.

In der letzten Sitzung des Ortsrats im November 2017 hatte sich der Ortsrat gegen einen „Solitärbau“, also ein einzeln stehendes Gebäude, auf dem Grundstück der Kita entschieden und für eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes in Richtung Voßstraße hin. Die CDU war damals im Grunde dagegen, trug aber diese Lösung mit, um die in dem Bramscher Ortsteil sehnlichst erhoffte Erweiterung um eine Kinderkrippe überhaupt auf den Weg zu bringen. Dass die Christdemokraten allerdings mit der Entscheidung weiterhin unglücklich sind, zeigte sich nun auch bei der Diskussion um die für den Kita-Anbau notwendige Änderung des Bebauungsplans in der jüngsten Sitzung.

Weiterlesen: Kita Ueffeln soll Anbau für Krippe erhalten

Zunächst erläuterte der städtische Baudirektor Hartmut Greife, der derzeit gültige Bebauungsplan stamme aus den 1980er-Jahren. Geändert werden solle nun ein Teilbereich. Die Voßstraße solle demnach im Bereich der Kita-Erweiterung schmaler werden. Dies solle zum einen dazu dienen, dass Eltern ihre Kinder weiterhin am Wendeplatz in der Straße „Zum Steinbruch“ zum Kita-Besuch aussteigen lassen und nicht in der Voßstraße. Zum anderen diene eine Verengung der Straße auch gegen immer wieder beklagte überhöhte Geschwindigkeiten auf der Voßstraße.

CDU: Kein Eingang an der Voßstraße

Die CDU-Fraktion wollte sodann „darauf drängen, dass der Erweiterungsbau keinen Einganz zur Voßstraße hin bekommt“, wie Laurentius Stuckenberg sagte. Denn dies würde das Verkehrsaufkommen auf der Voßstraße deutlich erhöhen und die Eltern zum Halten dort einlade. Greife entgegnete, dies sei nicht in einem Bebauungsplan festzusetzen, „wir können es aber den Planern für den Anbau so mit auf den Weg geben.“ Holger Korfmann, ebenfalls von der CDU-Fraktion, kritisierte nicht nur die vorgesehene Verengung der Voßstraße im Bereich der Kita-Erweiterung. Er meinte zudem, die Planung für den Anbau gehe „hinter den Kulissen dahin, einen Eingang zur Voßstraße vorzusehen.“ Dem widersprach der städtische Baudirektor erneut energisch. „Es gibt noch keine Planung. Wir haben dazu ja noch nicht mal einen Auftrag erteilt“, betonte Greife. Ortsbürgermeister Wilhelm Clausing (SPD) ergänzte, es sei Wunsch der Kita-Leitung, einen einheitlichen Zugang für Kita und Krippe zu schaffen. Daniel Weß (SPD) unterstrich dazu, dass dieser auch nach den Vorstellungen von Leiterin Irina Wilhelm und ihrem Team weiterhin in Richtung Zum Steinbruch gelegen sein solle.

Bei zwei Enthaltungen und einem Nein stimmte der Ortsrat letztlich der Änderung des Bebauungsplans zu.

Weiterlesen: Stadt Bramsche will 2018 investieren wie noch nie


Die Kita St. Marien in Ueffeln nimmt vom 5. bis 9. Februar nicht nur Anmeldungen für die Kindergartengruppen für das kommende Kindergartenjahr 2018/2019 entgegen, sondern auch schon für die geplante Krippengruppe. Interessenten können zu den Öffnungszeiten in die Kita kommen und nähere Informationen einholen, montags bis freitags von 8.30 bis 11.30 Uhr sowie montags und mittwochs zusätzlich von 12.30 bis 16 Uhr.