Appelle im Ortsrat Ueffelner wollen für Erhalt des Freibads kämpfen

Meine Nachrichten

Um das Thema Bramsche Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

So soll es sein: Das Freibad in Ueffeln, gut besucht. Besonders gerne wird es von Familien genutzt. Archiv-Foto: Yannick RichterSo soll es sein: Das Freibad in Ueffeln, gut besucht. Besonders gerne wird es von Familien genutzt. Archiv-Foto: Yannick Richter

Ueffeln. Die Ueffelner wollen für den Erhalt ihres Freibads kämpfen. Das wurde in der Sitzung des Ortsrats am Montagabend im Gemeindehaus deutlich.

Es dauerte bis fast zum Schluss der Ortsrats-Sitzung, bis das Thema angesprochen wurde, das derzeit viele Ueffelner und Bramscher beschäftigt: „Was können wir für unser Freibad tun? Wie können wir uns dafür einsetzen, dass es erhalten bleibt?“, wollte Nicole Schmees in der Einwohnerfrage wissen. Die Stadtwerke Bramsche als Betreiber hatten kürzlich erklärt, eine Sanierung des Bads würde nach ersten Schätzungen 2,1 Millionen Euro kosten. Ob man diese Summe investieren könne, solle bis Ende des Jahres 2018 entschieden werden.

Politik entscheidet mit

Auf Schmees‘ Frage antwortete Maximilian Busch (SPD) als erster: „Sie haben den ersten richtigen Schritt schon getan“, sagte er zu den insgesamt rund 20 Besuchern der Ortsrats-Sitzung gewandt: „Machen Sie öffentlich deutlich, dass Sie für den Erhalt des Freibads sind. Gehen Sie in alle politischen Gremien, die damit befasst sind“, meinte Busch. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke, der letztlich die Entscheidung treffe, sei besetzt mit dem Bürgermeister und Kommunalpolitikern des Stadtrats. „Es ist also auch eine Entscheidung der Politik, ob wir unser Freibad behalten. Machen Sie Ihren gewählten Vertretern deutlich, dass Sie dafür eintreten“, forderte Busch auf, der selbst ebenfalls im Stadtrat sitzt.

Dem besagten Aufsichtsrat gehört Gert Borcherding (CDU) an. Der Ortsvorsteher von Balkum räumte ein: „Als ich die Summe gehört habe, die für eine Sanierung ausgegeben werden müssen, bin ich fast vom Stuhl gefallen.“ Sein erster Eindruck sei gewesen: „Das ist das Todesurteil für das Freibad.“ In der Folge sei er aber zu dem Schluss gekommen, „dass es niemanden gibt, der eine Schließung des Bades wirklich anstrebt.“ Borcherding versicherte: Ich werde mich voll und ganz für das Freibad einsetzen.“ Optimistisch sei er auch deshalb, „weil wir mit der Beheizung des Bades durch die Biogasanlage ein Pfund haben, mit dem wir wirklich wuchern können.“

Freundeskreis Freibad unterstützen

Laurentius Stuckenberg (CDU) ergänzte: „Wir wollen keine Luxussanierung. Sondern dass es als Familienbad erhalten bleibt.“ Dazu wolle sich auch der ehrenamtlich tätige Freundeskreis Freibad einbringen, den es ebenfalls zu unterstützen gelte. Ortsbürgermeister Wilhelm Clausing (SPD) machte zudem darauf aufmerksam, dass das Freibad auch für die Umlandgemeinden wie Neuenkirchen und Merzen wichtig sei.

Ein einfacher Tipp kam ganz zum Schluss aus der Runde der Ortsrats-Politiker: „Nutzen Sie Ihr Freibad: Gehen Sie dort so oft schwimmen, wie Sie können. Das ist die beste Werbung.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN