Kreisel als denkbare Lösung L 78: Kalkrieser befürchten erhöhte Unfallgefahr

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Elke Lamla wohnt direkt an der L 78, die als Umleitungsstrecke für die A1 dient. Das steigende Verkehrsaufkommen bereitet ihr Sorgen. Kalkrieses Ortsbürgermeister Helmut Bei der Kellen teilt ihre Bedenken. Foto: Bastian RabeneckElke Lamla wohnt direkt an der L 78, die als Umleitungsstrecke für die A1 dient. Das steigende Verkehrsaufkommen bereitet ihr Sorgen. Kalkrieses Ortsbürgermeister Helmut Bei der Kellen teilt ihre Bedenken. Foto: Bastian Rabeneck

Kalkriese. Mit dem zunehmenden Verkehrsaufkommen auf der L 78 steigt die Angst vor einer erhöhten Unfallgefahr in Lappenstuhl und Kalkriese an der Kreuzung Lutterdamm-Alte Heerstraße. Die Frage ob und - falls ja - welche baulichen Maßnahmen getroffen werden können, um die Situation zu entschärfen, ist ebenso offen wie die nach der Finanzierung.

In den kommenden Jahren wird die A1 bei Bramsche, in Richtung Bremen beziehungsweise Münster, von den jetzigen vier auf sechs Spuren ausgebaut. Die durch Lappenstuhl und an Kalkriese vorbei führende Landesstraße 78 (Vördener Straße) dient dabei als Umleitungsstrecke bei Unfällen und Baustellen auf der Autobahn. Mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen auf sechs Spuren und den damit verbundenen Baumaßnahmen, wächst unter den Anwohnern auch die Sorge vor einer erhöhten Unfallgefahr an der Kreuzung Lutterdamm, Alte Heerstraße und L 78.

Verkehr spürbar zugenommen

„Man kommt teilweise nur noch schwer von der Alten Heerstraße rüber auf den Lutterdamm“, sagt Elke Lamla, die unmittelbar an der L 78 wohnt. Der Verkehr habe bereits jetzt spürbar zugenommen. Eine weitere Zunahme erwartet Lamla durch die Fertigstellung der neuen Anschlussstelle der A1 in Neuenkirchen-Vörden. „Wenn die Autobahn gesperrt ist, kommen wir gar nicht mehr von unserem Hof“, sagt sie. So massiv sei der Verkehr, der dann über die Umleitungsstrecke fährt. Vergangene Woche hatte Lamla das Thema bei der Ortsratssitzung in Kalkriese zur Sprache gebracht - und sie ist mit ihren Befürchtungen nicht alleine. Auch der Ortsrat in Lappenstuhl hatte die Situation an der Kreuzung bei seiner Sitzung am Donnerstag auf der Tagesordnung.

Als Lösung für das Problem hat Kalkrieses Ortsbürgermeister Helmut Bei der Kellen einen Kreisel ins Auge gefasst. Der sei zum einen auf Dauer deutlich günstiger als eine Ampelanlage, die regelmäßig gewartet werden muss. Zum anderen seien die Auto- und zahlreichen Lkw-Fahrer gezwungen, auf Höhe der Kreuzung ihre Geschwindigkeit zu verringern. Um das Anliegen voranzutreiben, hat der Ortsrat im Rahmen der Dorferneuerungsmaßnahmen Gelder zur Sanierung der Infrastruktur bei der Stadt beantragt. In diesem Zusammenhang müsse dann auch die Verkehrssituation an der Kreuzung und ein potenzieller Umbau geprüft werden.

Wer bezahlt?

Neben der Frage, welche Maßnahmen letzten Endes ergriffen werden, um für Entspannung an der Kreuzung zu sorgen, ist ungeklärt, wer für etwaige bauliche Änderungen außerdem aufkommen soll. An der Kreuzung treffen nämlich nicht nur drei Straßen, sondern auch gleichzeitig drei unterschiedliche Verwaltungsebenen aufeinander. Die L 78 selbst fällt unter die Verwaltung des Landes Niedersachsen. Die Alte Heerstraße kommt der Stadt Bramsche zu und der Lutterdamm ist eine Straße des Landkreises Osnabrück. Falls man an der Kreuzung tätig werden möchte, wird dies zahlreiche Absprachen der verschiedenen Verwaltungsebenen erfordern.


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