Das Ziel klar vor Augen Bramscher Fitness-Studio Betreiber über gute Vorsätze

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Sportlehrer Christoph Asselmeyer trainiert im Bramscher Fitness-Studio Lifeline, um sich für das Mountainbike-Rennen am Alfsee fitt zu machen. Foto: Bastian RabeneckSportlehrer Christoph Asselmeyer trainiert im Bramscher Fitness-Studio Lifeline, um sich für das Mountainbike-Rennen am Alfsee fitt zu machen. Foto: Bastian Rabeneck

Bramsche. Das Rauchen aufhören, sich gesünder ernähren oder mehr Sport treiben: Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen in das neue Jahr. Das schlägt sich auch in den Mitgliederzahlen der Bramscher Fitness-Studios nieder.

„Rund 60 Prozent unserer Neuanmeldungen verbuchen wir jedes Jahr von Januar bis März“, sagt Jason Farley, Studioleiter des Gesundheitskomplexes Medi 4. Das entspreche ungefähr 200 Personen, die zum Jahresbeginn etwas für ihren Körper tun möchten. Insofern kommen die guten Neujahrsvorsätze dem Fitness-Studio definitiv zugute. Insgesamt sei das Geschäft aber einer stark schwankenden Jahresdynamik unterworfen. Das Wetter spielt dabei die größte Rolle. „Im Sommer zieht es die Besucher der Studios eher ins Freibad oder sie nutzen das schöne Wetter, um draußen Sport zu treiben“, so Farley. Spätestens im Herbst zeige die Kurve durch die schlechtere Witterung aber wieder nach oben. 

Gesundheitliche Gründe

Auch Sportlehrer Christoph Asselmeyer zieht es - zumindest vorerst - zum Trainieren in die beheizten Räumlichkeiten. Der Bramscher ist leidenschaftlicher Radsportler und hat sich Anfang des Monats im Fitness-Studio Lifeline angemeldet. Sein Vorsatz für das neue Jahr: Fitt werden für die nächste Auflage des 24 Stunden Mountainbike-Rennens um den Alfsee. Während einer längeren Trainingspause über den Winter, hat er verschiedene andere Sportarten wie Basketball oder Badminton ausgetestet. Zum Frühjahr soll es aber wieder mit dem Rad nach draußen gehen. „Ich bin nicht hier, um viel Muskeln aufzubauen oder um abzunehmen. Bei mir sind es eher gesundheitliche Gründe“, sagt Asselmeyer. Der 37-jährige ist mit seinen 1,96 Metern auf eine stabile Rückenmuskulatur angewiesen. „Schultern, Nacken, Rücken - nach ein paar Stunden auf dem Fahrrad, kann das alles schon mal wehtun. Da ist eine gute Haltung enorm wichtig.“

30 Prozent Steigerung

„Erfahrungsgemäß ist die Nachhaltigkeit der Neujahrsvorsätze jedoch gering“, weiß René Wackmann. Der Geschäftsführer des sich noch im Bau befindlichen Clever Fit an der Bramscher Industriestraße kennt das Auf und Ab durch seine Arbeit in anderen Studios. „Die Besucherzahlen können zum Jahresbeginn um 20 bis 30 Prozent steigen“, sagt er. „Besonders im Januar und Februar ist der Andrang im Vergleich zum Rest des Jahres größer.“ Im Frühjahr gehe die Zahl der regelmäßigen Nutzer aber wieder zurück. „Die anfängliche Motivation lässt bei vielen recht schnell nach.“

Und wie ist es um die Motivation von Asselmeyer bestellt? „Mit dem Alfseerennen als klarem Ziel vor Augen, bin ich sehr motiviert“, sagt Asselmeyer. Hinzu kommt, dass er auf lange Sicht gesund bleiben möchte, um seinen Job auszuüben. „Als Sportlehrer muss ich regelmäßig schwere Turngeräte aufbauen. Da kann es nicht schaden vorbeugend nicht nur Ausdauer- sondern auch Krafttraining zu machen.“ Wie regelmäßig er letzten Endes die Zeit zum Training findet, sei eine andere Frage. „Bestimmt gibt es auch mal Motivationslöcher“, gibt er zu. Aber das komme schließlich bei jedem hin und wieder vor.


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