Mast für Radarsystem in Planung Windradlichter im Ahrensfeld sollen nur bei Bedarf blinken

Von Marcus Alwes

Der Blick auf einen der fünf neuen Windparks in und um Bramsche. Insgesamt sind in diesem Sektor im Nordosten der Tuchmacherstadt 36 Räder aufgestellt worden. Foto: Marcus AlwesDer Blick auf einen der fünf neuen Windparks in und um Bramsche. Insgesamt sind in diesem Sektor im Nordosten der Tuchmacherstadt 36 Räder aufgestellt worden. Foto: Marcus Alwes

Bramsche. Nur bei wirklichem Bedarf sollen in den Windparks Wittefeld und Ahrensfeld künftig nachts die roten Warnlichter an den bis zu 200 Meter hohen Rädern leuchten und aufblinken.

Die sogenannte Befeuerung bzw. Nachtkennzeichnung der 13 Türme an der Landesstraße 78 werde innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre durch ein geeignetes Funk- und Radarsystem spürbar verbessert. Das hat die Windparkbetreibergesellschaft um Geschäftsführer Jürgen Westerhaus angekündigt.

Die entsprechende Basisstation – ein größerer Funkmast – wird unweit von Bramsche auf dem Gebiet der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden errichtet. In den Dammer Bergen. Die Windparkbetreibergesellschaft hat dazu einen Vertrag mit der Quantec Operations GmbH (Varel) abgeschlossen. Die beauftragte Firma wiederum hat eine Bauvoranfrage für den Masten bei den zuständigen Behörden im Kreis Vechta gestellt. Das Papier wird augenblicklich bearbeitet.

Dauerleuchten an den Rädern soll ein Ende haben

„Wir hoffen, dass in zwölf bis 18 Monaten alles gut funktioniert“, sagte Westerhaus. Die Betreibergesellschaft komme mit einer Bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK) einer Auflage nach, die ihr bei der Windparkgründung durch die Stadt Bramsche gemacht worden war. Hintergrund: Nicht wenige Bürger hatten das abendlche und nächtliche Dauerleuchten der Warnlichter an den Rädern beklagt. Die neue, durchaus kostenintensive Funk- und Radartechnik macht es hingegen möglich, diese Befeuerung nur dann für eine bestimmte Zeit anzuschalten, wenn es wirklich sein muss – beispielsweise, wenn sich ein Flugzeug dem Windpark auf eine bestimmte Entfernung genähert hat.

Technisch sei es möglich, weitere Windparks in der Region zu bedienen und mittelfristig an den besagten Masten der Fachfirma Quantec in den Dammer Bergen anzuschließen, stellte Jürgen Westerhaus heraus. Hier Gespräche zu führen, sei jedoch nicht Aufgabe seiner Betreibergesellschaft. Derartige Verhandlungen müsse gegebenenfalls das Unternehmen Quantec anstoßen und ins Ziel bringen. Bisher zeigen sich die benachbarten Windpark-Gründer in Kalkriese, Rieste-Süd und Vörden (insgesamt weitere 23 Räder) jedoch noch abwartend und reserviert. Das ergab eine Umfrage unserer Redaktion unter deren Geschäftsführern.