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Fahrer unter Drogeneinfluss Auto prallt gegen Lkw auf der A1 bei Bramsche

Auf der A1 bei Bramsche ist es zu einem Unfall gekommen. Ein Auto fuhr beim Überholen in die Seite eines Lkw. Foto: Michael GründelAuf der A1 bei Bramsche ist es zu einem Unfall gekommen. Ein Auto fuhr beim Überholen in die Seite eines Lkw. Foto: Michael Gründel

Bramsche. Auf der Autobahn 1 bei Bramsche ist es Donnerstagmorgen in Fahrtrichtung Süden zu einem Unfall zwischen einem Lkw und einem Auto gekommen. Der Autofahrer stand laut Polizei unter Drogeneinfluss.

Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte, fuhr ein 26-jähriger Franzose mit seinem Kleinwagen vom rechten auf den mittleren Fahrstreifen um den Lkw zu überholen. Während des Überholvorgangs geriet das Auto ins Schleudern und prallte gegen den Auflieger des Lkws. Anschließend schleuderte der Wagen nach links in die Leitplanke, wo er zum Stehen kam. Der Autofahrer verletzte sich bei dem Unfall leicht, der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Der entstandene Schaden beläuft sich nach Schätzungen der Polizei auf rund 8.500 Euro.

Laut Polizei stand der Fahrer unter Drogeneinfluss. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen; sein Führerschein wurde einbehalten. Da der Unfallverursacher keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, musste er eine sogenannte Sicherheitsleistung in Höhe von 4.500 Euro zahlen. Diese wird vom Staatsanwalt angeordnet und dient als Sicherheit für die zu erwartende Geldstrafe sowie die anfallenden Prozesskosten, erklärte ein Sprecher der Polizei.

Laut Polizeiangaben war die Fahrbahn in Richtung Wallenhorst kurzzeitig voll gesperrt. Nachfolgend wurde lediglich die linke von drei Spuren für die Bergungsarbeiten geschlossen. Alle Sperrungen sind mittlerweile aufgehoben. Zu einem Stau kam es laut Polizei nicht.


Was ist eine Sicherheitsleistung?`

Wird jemand ohne festen Wohnsitz oder Aufenthalt in Deutschland dringend verdächtigt, eine Straftat begangenen zu haben, kann das Gericht laut Strafprozessordnung (StPO) (Paragraf 132, Absatz eins) eine Sicherheitsleistung anordnen. Sie kommt zum Einsatz, wenn die Voraussetzungen für einen Haftbefehl nicht vorliegen und wird von einem Richter oder einem Staatsanwalt angeordnet.

Um die Durchführung des Strafverfahrens sicherzustellen, muss der Beschuldigte „eine angemessene Sicherheit für die zu erwartende Geldstrafe und die Kosten des Verfahrens“ leisten und gegebenenfalls eine „im Bezirk des zuständigen Gerichts wohnende Person zum Empfang von Zustellungen“ bevollmächtigen.

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