Harte Überzeugungsarbeit Erste Beet-Paten in Bramsche schon länger aktiv

Von Heiner Beinke


Bramsche. Die Stadt Bramsche will künftig verstärkt auf Beet-Paten für die ökologische Pflege städtischer Grünanlagen setzen. Erste Pioniere gibt es schon, die hatten allerdings bislang mit einigen Widerständen zu kämpfen.

An der Bruckner Straße kümmert sich Ann Sepp schon seit mehr als einem Jahr um ein öffentliches Beet, das direkt an ihren Garten grenzt. Der Unterschied zum benachbarten, kommunalen Beet ist augenfällig: Hier eine geordnete Bepflanzung, mit Rindenmulch abgedeckt, dort üppig wuchernde Sträucher. Für Anna Sepp der beste Beweis, dass die neue städtische Initiative für eine ökologisch sinnvolle Bepflanzung und private Pflege öffentlicher Beete sinnvoll ist.

Darum habe sie aber lange kämpfen müssen, berichtet die Gartenfreundin. Mehrere Gespräche mit der Stadt und mit dem Betriebshof führten zu keinem Ergebnis. „Wiederholt und geradezu empört wurde das damals abgelehnt mit teils haarsträubenden Begründungen,“ erinnertt sie sich. Ein Ortstermin mit dem Betriebshofleiter Manfred Klare habe dann die Wende gebracht. Seine Mitarbeiter hätten daraufhin die alte Bepflanzung samt dem üppig wuchernden Giersche entfernt und neuen Mutterboden aufgefüllt. Für die neue Bepflanzung hat Anna Sepp gesorgt.

Ein Beispiel, das Schule gemacht hat. Auch andere Nachbarn kümmern sich jetzt selbst um die städtischen Beete vor ihrer Haustür. „Das könnte eventuell Vorbild für die jetzt angedachte städtische Initiative sein,“ findet sie.