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Bürgerservice nur noch in Notfällen Bramscher Rathaus nicht mehr frei zugänglich

Von noz.de | 18.03.2020, 07:57 Uhr

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hat die Stadt Bramsche ihre Maßnahmen noch einmal verschärft: Ab sofort ist das gesamte Rathaus der Stadt Bramsche und damit auch der Bürgerservice und die Kfz-Zulassungsstelle nicht mehr frei zugänglich.

Anliegen können laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung nur noch telefonisch oder per Mail angenommen werden. Sollte ein persönlicher Besuch in dringenden Fällen notwendig sein, müsse demnach vorab telefonisch oder per Mail ein Termin abgestimmt werden.

Kontakt per Telefon oder Mail

Sämtliche Dienstleistungen und die Telefonnummern der dazugehörigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind der Mitteilung zufolge online auf der Internetseite der Stadt Bramsche einzusehen. Für Anliegen im Bereich Bürgerservice ist die zentrale Telefonnummer 05461 83222 zu wählen. Für Anliegen im Bereich Kfz-Zulassung ist die Telefonnummer 05461 83888 zu wählen. Des Weiteren gilt im Bereich der Kfz-Zulassung, dass ab sofort nur noch die Anliegen von Bramscher Bürgerinnen und Bürger bearbeitet werden, aber nicht die derjenigen Bürgerinnen und Bürger aus anderen Städten und Gemeinden des Landkreises Osnabrück.

Zudem bleibt das Rathaus bis auf unbestimmte Zeit samstags komplett geschlossen, teilt die Stadt mit. Samstags seien dementsprechend ab sofort keine Mitarbeitenden mehr vor Ort, um Anliegen bearbeiten zu können. Darüber hinaus werde die Arbeitsweise der gesamten Verwaltung umstrukturiert. Nach wie vor seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter montags bis freitags während der üblichen Öffnungszeiten telefonisch und per Mail erreichbar. Um die persönlichen Kontakte zu reduzieren, wird der Personaleinsatz allerdings heruntergefahren und in Kürze ein Schichtbetrieb eingeführt.

„Wir sind nach wie vor für unsere Bürgerinnen und Bürger da“, stellt Bürgermeister Heiner Pahlmann laut der Pressemitteilung klar. „Wir möchten aber auch in einigen Wochen und Monaten immer noch für die Bevölkerung da sein“, ergänzt das Stadtoberhaupt. „Wir müssen diese drastischen Maßnahmen ergreifen, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Dieser Schritt ist notwendig, zum einem im Interesse der Mitarbeitenden der Stadtverwaltung, zum anderen im Interesse der Bramscher Bevölkerung.“

Zum Schutz der Bevölkerung vor der Verbreitung des Coronavirus haben der Landkreis Osnabrück und das Land Niedersachsen in den vergangenen Tagen per Allgemeinverfügung verschiedene Maßnahmen ergriffen, zum Beispiel das Schließen von Bars, Diskotheken, Museen, Bädern, Kinos, Turnhallen, Sport- und Spielplätzen etc. sowie das Verbot von öffentlichen Veranstaltungen, Zusammenkünften in Vereinen oder Kirchen und Ansammlungen im Freien. Diese Aufzählung ist nicht vollständig, kann aber auf den Internetseiten des Landes Niedersachsen und des Landkreises Osnabrück eingesehen werden. Ziel ist dabei immer die Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich.

Anweisungen gelten ausnahmslos

In der Stadtverwaltung gehen der Mitteilung zufolge täglich Anrufe mit der Frage ein, ob die Verordnungen und Verbote denn wohl auch in Bramsche gelten. Die Antwort laute in jedem Fall: "Ja. Selbstverständlich müssen sich auch die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Bramsche zwingend an diese Anweisungen halten."

Bürgermeister Heiner Pahlmann bitte in diesem Zusammenhang die Bramscherinnen und Bramscher nochmals darum, sich selbst zu hinterfragen, ob die Frage oder das Anliegen und der dazugehörige Anruf bzw. die dazugehörige Mail aktuell wirklich so dringend ist. Einige der eingehenden Fragen und Anliegen ließen sich aufgrund der überall öffentlich zugänglichen Informationen bereits beantworten.