Ein Artikel der Redaktion

Erhöhtes Artenaufkommen 90 Hektar Blühstreifen im Altkreis Bersenbrück

Von PM. | 18.09.2019, 15:50 Uhr

Die Anlage von Blühstreifen war 2019 im Altkreis Bersenbrück aufgrund der anhaltenden Trockenheit sehr schwierig. Dennoch sind Jägerschaft und Landwirte, die das Programm zusammen umgesetzt haben, mit dem Ergebnis zufrieden.

Laut dem Vorsitzenden der Jägerschaft Bersenbrück, Klaus Overbeck, wurden im Frühjahr und im Sommer 2019 90 Hektar Blühstreifen (in 250 Einzelflächen) im Altkreis Bersenbrück durch Jäger und Landwirte angelegt.

"Die Blühstreifen sind ein wichtiger Baustein bei der Erhaltung der Niederwildbesätze und der Artenvielfalt in der Ackerflur", stellt Bezirksförster Martin Meyer Lührmann fest.

Mittel gegen Eintönigkeit

Bienenfreundliche Blühstreifen um Ackerschläge seien ein sinnvolles Mittel, um die Eintönigkeit in der Landschaft zu durchbrechen. "Blühstreifen sind bereits als einjährige Anlage wertvoll. So ist das Artenaufkommen im Blühstreifen um 400 Prozent höher, als im angrenzenden Ackerschlag. Dies hilft den Bodenbrütern während der Kückenaufzuchtsphase", erklärt Meyer Lührmann.

Die Anlage von Blühstreifen sei nur mit den Landwirten möglich, die die Flächen zur Verfügung stellen. Dies sei auch ohne große Ertragseinbußen möglich, zum Beispiel bei ungünstigem Flächenzuschnitt, im Traufbereich von Bäumen und an Gewässerrandstreifen.

Auch Verpächter aufgefordert

Die Landesjägerschaft Niedersachsen und die Jägerschaft Bersenbrück stellen den Landwirten die Blühstreifeneinsaat kostenlos zur Verfügung. Bei der Einsaat sind die Jäger ebenfalls behilflich.

"Auch die Verpächter von landwirtschaftlichen Flächen sind aufgefordert, die aktiven Landwirte bei der Durchführung von Umweltmaßnahmen zu unterstützen, so kann ein kleiner Pachtnachlass schon viel bewirken", sagt der Bezirksförster.

Jäger sind Ansprechpartner

Wer 2020 an dem Blühstreifen-Programm teilnehmen möchte, kann sich an die örtlichen Jäger wenden.

"Bitte unterstützen Sie uns beim Erhalt der freilebenden Tierwelt, damit auch unsere Nachkommen noch den Ruf des Rebhahns und das Zirpen der Grillen hören können", so Meyer Lührmann abschließend.

TEASER-FOTO: